BootP (bootstrap protocol)

Bootstrap-Protokoll

Das Bootstrap-Protokoll (BootP) ist ein Client-Server-Protokoll, das der Vergabe von IP-Adressen dient und auf dem UDP-Protokoll aufsetzt. Es kann überall dort eingesetzt werden, wo die Adressvergabe über das Netz erfolgen muss; so etwa bei Diskless Workstations. Diese Rechner müssen ein Programm integriert bekommen, das es ermöglicht, beim Einwählen ins Netz eine eigene IP-Adresse von einem Server abzufragen.

Einbettung von BootP, TFTP und DHCP in den TCP/IP-Protokollstack
Einbettung von BootP, TFTP und DHCP in den TCP/IP-Protokollstack lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Beim BootP-Protokoll benutzen BootP-Client und -Server das User Datagram Protocol (UDP) zur Kommunikation. Dabei geht es im Wesentlichen um den Austausch eines Datenpaketes, in dem der BootP-Server dem Client wesentliche Informationen übermittelt. Dieses Datenpaket enthält die IP-Adresse für den Client, darüber hinaus kann das Datenpaket die IP-Adressen des nächsten Routers enthalten und die eines bestimmten Servers, ebenso wie den Namen des Boot-Files. Im BootP-Datenrahmen ist außerdem ein herstellerspezifisches Feld enthalten, in dem Adressen von Subnetzen oder von Namens-Servern eingetragen werden können.

Funktionsablauf beim BootP-Protokoll
Funktionsablauf beim BootP-Protokoll lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Da der BootP-Client beim Einwählen ins Netz noch nicht über eine IP-Adresse verfügt, sendet er einen Broadcast in das Netz, den das IP-Protokoll als Datagramm versendet. Der BootP-Server, der den Broadcast empfängt, sendet seinerseits einen Broadcast, der alle Geräte im Netz erreicht. Dieser Broadcast enthält die IP-Adresse für den BootP-Client, die dieser aufgreift. Der Boot-File wird, nachdem der BootP-Server erkannt ist, über das Netz geladen, und der Diskless-Rechner kann sich dadurch initialisieren.

Der Datenrahmen des BootP-Protokolls.

Datenrahmen des BootP-Protokolls
Datenrahmen des BootP-Protokolls lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Der Datenrahmen des BootP-Protokolls enthält die IP-Adress-Informationen von BootP-Client, -Server und Router, sowie die vom BootP-Server vorgeschlagene IP-Adresse für den Client. Darüber hinaus hat das BootP-Frame Datenfelder für den Client-Hardwareadresse, den Server-Host-Namen, den Boot-File-Namen und ein herstellerspezifisches Feld. Das 8 Bit lange Datenfeld Operation gibt an, ob es sich um eine Anfrage des Clients handelt oder um eine Antwort. Im Hardware-Feld werden die Netzstrukturen mit ihren Geschwindigkeiten und Medien eingetragen und im Transaction-Feld ein Integerwert, um Anfragen und Antworten zuordnen zu können.

Das Bootstrap-Protokoll ist in den RFCs 951und 1084 beschrieben.

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