AGC (automatic gain control)
AVR (Automatische Verstärkungsregelung)
Die automatische Verstärkungsregelung (AGC) ist ein Verfahren, das u.a. in der Audiotechnik, der HF-Technik, dem Mobilfunk und auch in der Übertragung über optische Netze eingesetzt wird und mit dem Variable Gain Amplifier (VGA) in ihrer Verstärkung geregelt werden.
![]() |
Prinzip der AGC-Regelung ![]() |
Das AGC-Verfahren ist eine Regelschaltung und benutzt eine Regelspannung, die aus dem Nutzsignal gewonnen wird. Mit dieser Regelspannung werden eine oder mehrere Verstärkerstufen in ihrer Verstärkung geregelt. Dazu passt das gewonnene Regelsignal den Signalpegel mittels Rückkopplung an einen vorgegebenen Signalpegel an. Diese Signalpegelanpassung kann sich in einer Signalpegelerhöhung, also einer Verstärkung, ausdrücken, aber auch in einer Signalpegelreduzierung, das hängt ganz von dem Signalpegel des Nutzsignals ab. Die AGC-Technik wird u.a. in HF-Verstärkern und ZF-Verstärkern als Rückwärtsregelung und in NF-Verstärkern als Vorwärtsregelung eingesetzt.
Die automatische Verstärkungsregelung kann verschiedene Charakteristiken haben. So kann ihr Verlauf linear sein, progressiv oder degressiv. Im ersten Fall steigt die Verstärkung linear mit dem AGC-Pegel, im zweiten Fall ändert sie sich nichtlinear nach einer vorgegebenen Funktion, beispielsweise nach dem Hörempfinden des Menschen.
In optischen Netzen erfolgt die automatische Verstärkungsregelung beispielsweise in optischen Übertragungsstrecken um eventuelle Unterschiede in den Lichtpegeln auszugleichen, damit die Empfangseinrichtungen immer den gleichen Eingangspegel haben und nicht übersteuert werden.



