XMT :: explicit multi-threading :: ITWissen.info

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XMT (explicit multi-threading)

Die ersten Vorstellungen für eine parallel arbeitende Rechnerarchitektur mit höchster Rechenleistung, die die dominierende, sequentiell arbeitende Von-Neumann-Architektur ablösen könnte, stammen bereits aus dem Jahr 1997. Die rasante Entwicklung und der zunehmende Einsatz von Mehrkernprozessoren bestätigen im Nachhinein das damalige Konzept, auch unter dem Aspekt, dass die Taktrate der Prozessoren seit Jahren nicht mehr erhöht wurde. Das Parallelkonzept wird an der Universität von Maryland entwickelt, heißt Explicit Multi-Threading (XMT) und ist untrennbar mit dem Namen von Professor Uzi Vishkin verbunden.


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Im Gegensatz zum Von-Neumann-Rechner, bei dem die einzelnen Befehle seriell abgearbeitet werden, können bei dem XMT-Konzept gleichzeitig beliebig viele Befehle eingegeben und verarbeitet werden. Dies wird mit der Immediate Concurrent Execution (ICE) erreicht, einer Programmierunterstützung für die Algorithmen der PRAMs und der XMT-Hardware, die für eine sinnvolle die Befehlsreihenfolge sorgt.

Bei den derzeitigen Mehrkernsystemen ist es so, dass das Betriebssystem den einzelnen Prozessoren die Arbeit zuweist. Anders ist das XMT-Konzept, bei dem die Hardware die Arbeit verteilt und ein Prozessor der Mehrkernprozessoren die anderen Prozessoren steuert. Bei diesem Konzept hat also die Hardware die Kontrolle über die Lastverteilung. Damit der Datenfluss nicht unnötig durch Bussysteme beeinträchtigt wird, sieht das XMT-Konzept vor, dass sich die Prozessoren und die Hauptspeicher mit ihren Controllern auf dem Prozessor-Chip befinden.

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