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Widerstand

R (resistor)

Widerstand ist eine materialspezifische Eigenschaft, die den Elektronenfluss in elektrischen Leitern beeinträchtigt. In diesem Zusammenhang spricht man von Leiterwiderstand. Ein Widerstand (R) ist ebenso ein passives elektronisches Bauteil, das in elektronischen Schaltungen zur Erzeugung von Spannungsabfällen eingesetzt wird. Die Einheit des Widerstandes ist das Ohm, benannt nach dem gleichnamigen deutschen Physiker Georg Simon Ohm (1787 bis 1854).


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Spezifischer 
     Widerstand von verschiedenen Materialien
Spezifischer Widerstand von verschiedenen Materialien lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Was den Leiterwiderstand betrifft, so sind nicht alle elektrisch leitenden Materialien gleichermaßen für den Stromtransport geeignet. Einerseits ist die Anzahl der freien Elektronen materialabhängig, andererseits ist die Elektronenbewegung mit mehr oder weniger Reibung innerhalb der Leiter verbunden. Diese Reibung drückt sich im Widerstand aus, den die Elektronen überwinden müssen und der in Wärme umgesetzt wird. Der Leiterwiderstand ist ein ohmscher Widerstand, der abhängig ist von der Leiterlänge, dem Leiterquerschnitt und dem spezifischen Materialwiderstand. Der spezifische Widerstand wird mit dem griechischen Buchstaben Rho bezeichnet.

Gliederung 
     von Widerständen
Gliederung von Widerständen lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Bei den Widerständen unterscheidet man zwischen dem frequenzunabhängigen, ohmschen Widerstand, auch als Wirkwiderstand bezeichnet, dem frequenzabhängigen, kapazitiven und induktiven Blindwiderstand (X) sowie dem Scheinwiderstand (Z). Bei den ohmschen Widerständen gibt es lineare und nichtlineare, die spannungsabhängig sein können wie der Varistor (VDR), temperaturabhängig wie der Thermistor, magnetfeldabhängig wie die Feldplatte (MDR) oder spannungsgesteuert wie der Voltage Controlled Resistor (VCR).

Widerstände sind elektronische Bauelemente, die in elektronischen Schaltungen eingesetzt und an denen Spannungsabfälle erzeugt werden. Sie bestehen aus Widerstandsdraht, wie der Drahtwiderstand, schlecht leitenden Materialien, Metalloxyden, Metalllegierungen oder Metallfolien wie der Metallfolienwiderstand, oder aus Kohle oder Kohleverbindungen, wie der Kohlewiderstand, und sind in allen Leistungs- und Widerstandswerten bis hin zu Giga-Ohm und Tera-Ohm verfügbar. Bei den letztgenannten spricht man von Hochohmwiderständen.

Der Widerstandswert wird durch Normwerte, auch bekannt als E-Reihen, festgelegt. Der Wert, die Zehnerpotenz und die Toleranz werden durch Farbcodes gekennzeichnet.

Baugrößen von SMD-Bausteinen
Baugrößen von SMD-Bausteinen lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

SMD-Widerständen oder Chip-Widerständen liegt ein eigenes Kennzeichnungssystem zugrunde. So verwenden SMD-Widerstände einen Zahlencode mit drei oder vier Ziffern. Die mit dreistelligen SMD-Code versehenen Widerstände haben 5 % Toleranz, die mit vierstelligem Zahlencode 1 %. Die ersten beiden, bzw. drei Ziffern geben den Widerstandswert an, die letzte die Anzahl der Nullen, die dem Widerstandswert folgen. Beispiel: Ein SMD-Widerstand mit der Bezeichnung 3602 hat einen Widerstandswert von 36 Kilo-Ohm und eine Toleranz von 1 %.

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