White Space
white space
In der Nachrichtentechnik versteht man unter White Spaces ungenutzte, wieder frei werdende oder zwischen zwei Frequenzbändern liegende Frequenzen im VHF-, UHF- und Mikrowellenbereich. Generell sind nach dem Frequenznutzungsplan alle Frequenzbänder exklusiv für Broadcast- und Funkdienste reserviert. In einem solchen Frequenznutzungsplan gibt es zwischen den Frequenzbändern oder Kanälen ungenutzte Zwischenräume, die häufig das Sicherheits-Frequenzband bilden. Das sind die sogenannten White Spaces.
Darüber hinaus gibt es systembedingt lokale freie Frequenzen, die ebenfalls den White Spaces zuzurechnen sind. Zu den White Spaces gehören auch Frequenzen, die durch die Umstellung des terrestrisch übertragenen analogen Fernsehens oder Rundfunk auf Digital-TV oder Digital Audio Broadcast (DAB) frei werden. Der freigewordene Frequenzbereich des terrestrischen Fernsehens wird in Deutschland als Digitale Dividende bezeichnet.
Bedingt durch den nicht erweiterbaren Frequenzraum und unter dem Aspekt der Frequenzökonomie werden diese Frequenzen anderweitig genutzt. So beispielsweise durch Zuordnung anderer Dienste, wie bei der Digitalen Dividende. In Deutschland handelt es sich dabei um den Frequenzbereich zwischen 790 MHz und 862 MHz. Für die Nutzung der Frequenzlücken gibt es mit Cognitive Radio (CR) eine Technik, die von sich aus nach freien White Spaces sucht und diese für den Mobilfunk nutzt.
Die White Spaces Coalition (WSC) kümmert sich um die Nutzung der White Spaces.


