Vollader
tight buffered cable
Die Vollader oder Festader zeichnet sich durch einen geringen Durchmesser aus, weil die beiden Beschichtungen, das Sekundär-Coating und das Primär-Coating, fest miteinander verbunden sind. Der Lichtwellenleiter ist also unmittelbar von zwei Schutzschichten umgeben.
Bei der Produktion der Vollader wird in einem Extrusionsprozess die Sekundärbeschichtung so aufgebracht, dass es zu einem festen Verbund mit dem Primärbeschichtung kommt. Der Durchmesser beträgt laut DIN 0,9 +0,1 mm. Neuere LwL-Steckverbindungen setzen allerdings eine Sekundärbeschichtung von 600 µm voraus.
Da bei der Vollader alle am Mantel angreifenden Längs- und Querkräfte direkt auf die Faser wirken, müssen die Primärbeschichtung und die Sekundärbeschichtung optimal aufeinander abgestimmt sein. Über die Sekundärbeschichtung wirken diverse Kräfte auf die Faser. U.a. Querkräfte, Zugkräfte und Temperatur-abhängige Kräfte.
Da die Sekundärbeschichtung mit einer Temperatur von ca. 2000 °C aufgebracht wird und es bei dieser Temperatur zu einem Verbund mit der Primärbeschichtung kommt, wirken auch Stauchkräfte auf die Faser, weil in der Abkühlphase der Kunststoff schrumpft. Entsprechend den Ausdehnungskoeffizienten der unterschiedlichen Materialien, wird die Faser allen Temperaturänderungen belastet.
Bei der Verlegung der Kabels, so beim Einziehen in Kabelkanäle oder -schächte, treten beispielsweise Zugkräfte auf die Sekundärbeschichtung, die direkt auf die Faser wirken.
Querverweise von Vollader nach:
Querverweise nach Vollader von:
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