Verseilung

stranding

Verseilung ist das gegenseitige, wendelförmige Verdrillen von isolierten Adern, das bei symmetrischen Kupferkabeln und Lichtwellenleitern angewendet wird. Bei symmetrischen Kupferadern verhindert die Symmetrie der Adernpaare die Aufnahme von Störsignalen. Ein solches Kabelsystem ist daher weitestgehend unempfindlich gegenüber Störungen, da eingestreute Störungen sich gegenseitig aufheben und der Empfänger nur die Störsignaldifferenz eines Leitungspaares empfängt.


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Bei der Verseilung werden die Adern in konzentrischen Lagen- oder Bündeln um eine Verseilachse herum verseilt. Man spricht daher auch von Lagen- oder Bündelverseilung. Die Verseilung von Adernpaaren bestimmt maßgeblich das Frequenzverhalten und das Übersprechen. Um das Übersprechen zwischen benachbarten Leitungspaaren so gering als möglich zu halten, werden diese Leitungspaare mit unterschiedlichen Schlaglängen und Schlagrichtungen verseilt. Um Kabel mit möglichst großem Frequenzbereich herzustellen, ist eine Fertigung mit minimalen Toleranzen in der Schlaglänge ausschlaggebend.

Bei Lichtwellenleitern werden die Adern in der Regel gegenläufig um ein Stützelement verseilt. Sind die einzelnen Lichtwellenleiter in mehreren Lagen um das Stützelement angebracht, spricht man von Lagenverseilung oder einem LwL-Lagenkabel. Besteht dagegen die Kabelseele aus einem Bündel an Lichtwelleleitern, so spricht man von einem LwL-Bündchenkabel.

Bei den LwL-Kabel wird mit der Verseilung erreicht, dass das Kabel beim Verlegen keine Eigenspannung aufweist und sich im Normalzustand wie eine Spirale wieder zusammenrollt.

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Querverweise nach Verseilung von: