Umlaufverzögerung

RTD (round trip delay)

Round Trip Delay (RTD) ist die Umlaufzeit eines Datenpakets in Ethernet, aber auch ein Verfahren für das Load-Balancing.


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  1. In lokalen Netzen ist die Umlaufverzögerung die maximale Zeit, die ein Datenpaket benötigt, um zu der entferntesten Station und zurück übertragen zu werden. Die Umlaufzeit ergibt sich aus der Signallaufzeit des Netzes und der Zeit, die die Stationen zum Abhören bzw. zum Weiterleiten der Datenpakete benötigen.

    Signallaufzeit 
     in 10-Mbit/s-Ethernet
    Signallaufzeit in 10-Mbit/s-Ethernet lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

    Bei Ethernet nach IEEE 802.3 wird eine maximale Laufzeit von 512 Bit-Perioden definiert. Dieser Wert ergibt sich aus der minimalen Paketlänge von 64 Byte, was 512 Bits entspricht. Beim klassischen Ethernet mit 10 Mbit/s und einer Bitzeit von 100 ns, ergibt sich daraus der Wert von 512 ns. Diese Zeit benötigt ein Ethernet-Frame innerhalb einer vorgegebenen Netztopologie für den Weg zu der entferntesten Station und zurück. Wird dieser Wert überschritten, versagt das CSMA/CD-Zugangsverfahren.

  2. Round Trip Delay (RTD) ist ein dynamisches Load-Balancing, bei dem der Load-Balancer die Zeitdauer ermittelt, die beispielsweise eine Anforderung benötigt, um eine Webseite auf verschiedenen Webservern aufzurufen. Mit dieser Methode kann der Webserver mit der schnellsten Antwortzeit ermittelt werden mit dem Anwenderanfragen möglichst schnell abgearbeitet werden können.

    Die RTD-Zeit umfasst die Antwortzeiten der Server, aber auch die Round Trip Time (RTT) des Netzwerks. Der Load-Balancer soll Vorhersagen für die Antwortzeiten unter bestimmten Belastungen machen.