Übertragungsverfahren

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Unter Übertragungsverfahren - in der angelsächsischen Literatur spricht man von Codierung - versteht man Methoden zur Übertragung von Bitströmen. Wichtige Anforderungen an die Übertragungsverfahren sind die Gleichspannungsfreiheit, der Bandbreitenbedarf und die Möglichkeit der Taktrückgewinnung. Die unterschiedlichen Übertragungsverfahren unterscheiden sich darin, dass der zu übertragende Bitstrom im Pegel der zu codierenden Impulse, in deren Phasenlage, der Zeitdauer oder den Flanken Veränderungen erfährt. Diese werden empfangsseitig zur eindeutigen Bitstromerkennung und somit auch zur Taktrückgewinnung genutzt.

Man unterscheidet nach der Übertragungsart in Basisband-Übertragungsverfahren und Breitband-Übertragungsverfahren. Erstere sind unmoduliert, Letztere mit Modulationsfrequenzen unterlegt. Die wichtigsten Basisband-Übertragungsverfahren sind das Einfachstromverfahren, das Doppelstromverfahren, das Ternärverfahren mit der MLT-Codierung, 8B/6T-Codierung, CAP-Codierung und weiteren, das Pseudoternärverfahren mit der AMI-Codierung, die Manchester-Codierung, das Bipolarverfahren mit der HDB-Codierung und das Coded-Diphase-Verfahren.

Zu den bekanntesten Breitbandübertragungsverfahren gehören die diversen Pulsmodulationen wie z.B. PAM, PCM, PWM und Umtastverfahren wie PSK, FSK, ASK, DPSK.

In der Funk- und Mobilfunktechnik haben sich Mehrträgerverfahren wie Frequenzmultiplex etabliert. Bei manchen Verfahren können gleichzeitig mehrere Unterträger auf mehrere Subkanäle für verschiedene, parallel bediente Mobilstationen verteilt werden. FDMA und das mit orthogonalen Unterträger arbeitendes OFDMA sind solche Verfahren.

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