Tauchspulen-Mikrofon

moving coil microphone

Das Tauchspulen-Mikrofon arbeitet nach dem elektrodynamischen Prinzip, bei dem ein Leiter in einem permanaten Magnetfeld bewegt und dadurch Strom in den Leiter induziert wird.

Aufbau des Tauchspulen-Mikrofons
Aufbau des Tauchspulen-Mikrofons lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Wie der Name sagt taucht beim Tauchspulen-Mikrofon eine Spule in ein magnetisches Feld. Die Spule, die sich in einem Luftspalt befindet, ist direkt mit der Membran verbunden, die über den Schalldruck (Pa) bewegt wird. Bei Bewegung der Membran bewegt sich die Spule in einem starken magnetischen Feld und erzeugt mittels Induktion einen Strom. Bei einer angeschlossenen Nennimpedanz von 200 Ohm ergibt sich aus dem Strom eine Spannung von etwa 1 mV/Pa bis 3 mV/Pa, was der Empfindlichkeit des Tauchspulen-Mikrofons entspricht.

Tauchspulen-Mikrofone werden nach der Membranfläche in Groß- und Kleinmembranmikrofone klassifiziert. Die Membrangrößen liegen bei 1", 1/2", 1/4", etc.

Dynamisches Mikrofon, Hama DM 40
Dynamisches Mikrofon, Hama DM 40 lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Bedingt durch die Masse der Tauchspule ist die Bewegung bei höheren Frequenzen gedämpft, was sich in einem freuqenzabhängigen Frequenzgang bemerkbar macht, bei dem die höheren Frequenzen eine verringerte Empfindlichkeit haben. Zur Kompensation von Störfeldern haben Tauchspulen-Mikrofone eine zweite Spule.

Die Vorteile von Tauchspulen-Mikrofonen liegen in deren Robustheit und der Aufnahme hoher Schalldrücke. Nachteilig ist das schlechte Impulsverhalten und der nichtlineare Frequenzgang.

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