Strichcode

bar code

Beim Standard-Strichcode handelt sich um einen eindimensionalen, optisch lesbaren Code, der aus einzelnen dickeren und dünneren Strichen und Lücken besteht.

Strichcode
Strichcode lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Der Strichcode basiert auf dem Binärprinzip, wobei die schwarzen Striche und weißen Lücken in Verbindung mit der Strich- und Lückenbreite einen Code bilden, der für Buchstaben-, Zahlen- und Zeichenfolgen stehen kann. Die Lesung des Strichcodes erfolgt von links nach rechts mit einem Strichcodeleser, einem Lesestift, einer Lesepistole, einer lasergesteuerten Abtasteinrichtung oder einem Handscanner.

Um die Fehlerquote beim Lesen eines Strichcodes so gering als möglich zu halten, sind viele Strichcodes mit einer Prüfsumme versehen, die nach dem Modulo-Verfahren bestimmt werden.

Beispiel eines 2D-Codes, der QR-Code mit Positionsmarkierungen
Beispiel eines 2D-Codes, der QR-Code mit Positionsmarkierungen lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die eigentliche Entwicklung der Strichcodes begann in den 70er Jahren, als die ersten Datenverarbeitungsanlagen in Warenwirtschaftssystemen eingesetzt wurden. Entsprechend den Anforderungen und technischen Möglichkeiten, wurden viele unterschiedliche Strichcodes entwickelt; eindimensionale Codes als Mehrbreitencodes, als Composite- und Matrix-Code, sowie 2D-Codes, die unterschiedliche Zeichensätze umfassen. Es gibt etwa 50 verschiedene Strichcodes, die in den unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt werden. Zu den bekanntesten Barcode-Systemen gehören der Universal Product Code (UPC), der 1994 vorgestellte SH-Barcode und die European Article Number (EAN) in ihren verschiedensten Ausführungen. Darüber hinaus gibt es den Code Codabar für medizinische Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Sicherheit, den Code 2/5 interleaved, der in der Autoindustrie, in Warenlagern, auf Paletten und Schiffscontainern eingesetzt wird, den Code 39, den man in Büchereien, Universitäten und in der Logistik findet und viele weitere.

In Strichcode codierte Ziffern, Codierung mit EAN-Code, Zeichensatz "A"
In Strichcode codierte Ziffern, Codierung mit EAN-Code, Zeichensatz "A" lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Bei den standardisierten Strichcodes, wie dem UPC-Code oder der europäischen Artikelnummer, wird eine Ziffer durch zwei Striche und zwei Lücken dargestellt, die vier verschiedene Breiten aufweisen können. Den Übergang vom Strichcode zu den 2D-Codes bildet der PDF417, bei dem mehrere Strichcodes untereinander angeordnet sind.

Strichcodes werden in der Warenwirtschaft, der Warenlogistik und der Warenauszeichnung, im Transport und in der Lagerhaltung verwendet.

Als Alternative zu den optisch lesbaren Strichcodes werden zunehmend elektronisch lesbare 2D-Codes und RFID-Tags eingesetzt.

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