Sprachpausenerkennung
VAD (voice activity detection)
Voice Activity Detection (VAD) ist eine Technik, die erkennt, ob gerade Sprache übertragen wird. Diese Technik ist in der ITU-Empfehlung G.722 beschrieben und wird in GSM-Netzen zur Optimierung der Übertragung im Sprachkanal eingesetzt. Sie ist vergleichbar mit DCME und nutzt die Sprechpausen in GSM-Strecken für die Übertragung anderer Daten. Da rein statistisch gesehen bei Telefonaten mehr als die Hälfte der Übertragungszeiten wegen der Sprechpause nicht genutzt werden, können diese Zeiten für eine effizientere Nutzung der Netzkapazität und zur Energieeinsparung der Handys benutzt werden. Dafür sorgt die Erkennung der Sprechpausen durch VAD.
Bei GSM wird diese Technik bei der Discontinuous Transmission (DTX) genutzt um eine Abschaltung aktiver Schaltungen in den Sprechpausen vorzunehmen und dadurch Batterieleistung zu sparen. Sobald bei einem Telefongespräch eine Sprechpause eintritt, werden die Hintergrundgeräusche verfahrensbedingt abrupt beendet. Da dies äußerst störend ist, wird beim VAD-Verfahren ein so genanntes Comfort Noise erzeugt. Damit die Hintergrundgeräusche möglichst realistisch sind, sendet das DTX-Modul in regelmäßigen Abständen Silence Insertion Descriptor-Frames (SID) an den Comfort Noise Generator (CNG) der Empfangsseite.



