Sprachkompression
speech compression
Um echtzeitorientierte Sprachanwendungen über Datenpaketnetze übertragen zu können, müssen die zu übertragenden Daten komprimiert werden. Für die Sprachkompression hat die ITU Standards für Codierverfahren verabschiedet, die abhängig von der nutzbaren Bandbreite unterschiedliche Qualität in der Sprachverständlichkeit bieten. Diese Kompressionsverfahren sind Bestandteil der Protokollfamilie H.323, zu der mehrere Sprach-Codecs zählen.
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Sprachqualität in Abhängigkeit vom Kompressionsverfahren ![]() |
Als Beurteilungskriterium für die Qualität der codierten Sprache hat die ITU eine Messgröße definiert, die aus der durchschnittlichen Bewertung verschiedener Sprachmuster durch mehrere Personengruppen errechnet wird: Diese Bewertungsgröße heißt »Mean Opinion Score« (MOS). Die MOS-Skala reicht von 0 bis 5, wobei der obere Wert eine gute Sprachverständlichkeit repräsentiert. In Abhängigkeit von dem verwendeten Codierverfahren kann die effektive, für die Sprachübertragung genutzte Bandbreite um bis zu 90% reduziert werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass alle Verfahren einen relativ umfassenden Overhead für die Übertragung benötigen. Dieser Overhead kann den Datenanteil für die Sprache um ein Mehrfaches übertreffen.
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Codierverfahren für die Sprachübertragung ![]() |
Bei den ITU-T-Standards handelt es sich um die G-Empfehlungen G.711 bis G.729, die mit unterschiedlichsten Codierverfahren, Bandbreiten, Verzögerungszeiten und MOS-Werten arbeiten.
An Verfahren für die Sprachkompression sind zu nennen: ADPCM, CELP, GSM 06.10, MPMLQ, HVXC und die LPC-Codierung.
Querverweise von Sprachkompression nach:
Querverweise nach Sprachkompression von:

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