SPDY (speedy)
SPDY-Protokoll
Das SPDY-Protokoll wurde von Google für die Beschleunigung des Webseiten-Aufrufs vorgeschlagen. Der Aufruf von Webseiten erfolgt durch die Anfrage des Web-Clients an den Webserver. Die Übermittlung der Webseiten vom Webserver zum Web-Client erfolgt über das HTTP-Protokoll und eine TCP-Verbindung. Da das HTTP-Protokoll nicht auf minimale Latenzzeiten optimiert ist und sich die Webseiten in den letzten zehn Jahren stark verändert haben, bildet es einen Engpass in der WEbseiten-Übermittlung.
Da Webseiten aus mehreren Details wie Texte, Grafiken oder Videos bestehen, werden die Webseitendetails jeweils über einzelne TCP-Verbindungen zum Web-Browser übertragen. Hinzu kommt, dass Browser gleichzeitig nur eine begrenzte Anzahl an Verbindungen unterstützen. Beides, der vielfache Verbindungsaufbau und die begrenzte Anzahl an Verbindungen reduzieren die Latenzzeit.
Das Google SPDY-Protokoll, was für Speedy steht, setzt auf TCP/IP, soll aber das HTTP-Protokoll ablösen. Die Geschwindigkeitserhöhung wird durch die Reduzierung des Overheads, durch das Interleaving der Anfragen des Clients und durch persistente Verbindungen erreicht.
Was die Datenreduzierung betrifft, so sind die Header-Informationen komprimiert, die Anfragen des Web-Clients werden nicht sequenziell übertragen, sondern in einer Multiplextechnik mit Interleaving ineinander verschachtelt, und was die persistente Verbindungen betrifft, so sind diese dauerhaft und werden nicht für jeden Request neu aufgebaut. Durch diese Maßnahmen und durch Priorisierung der Requests erfolgt die Übertragung von Webseiten zum Web-Client zwischen 10% und 50% schneller.


