Rijndael
Vincent Rijmen and Joan Daemen
Rijndael heißt der Verschlüsselungsalgorithmus für den US-Verschlüsselungsstandard, der als Nachfolger des Data Encryption Standard (DES) ausgewählt wurde. Im Rahmen des AES-Standards hatte die NIST 1997 eine Initiative für einen Nachfolger des DES-Standards gestartet und die Bedingungen für den Algorithmus bekannt gegeben. Im Oktober 2000 hat man sich wegen der Performance, Effizienz und Flexibilität für Rijndael entschieden. Da Rijndael wenig Speicherplatz benötigt, eignet sich dieser Algorithmus besonders gut für Chipkarten, Handys und PDAs. Die einfache Implementierbarkeit und Lizenzfreiheit bietet weltweite Einsatzmöglichkeiten. Der Algorithmus arbeitet mit variablen Block- und verschiedenen Schlüssellängen von 128 Bit, 192 Bit und 256 Bit. Zu jeder Sitzung gehört ein Schlüssel mit einer festgelegten Schlüssellänge. Die Anzahl der zulässigen Schlüssel liegt damit zwischen 10exp38 und 10exp77.
Dem Verfahren nach wird der Klartext in zehn Runden mit Rundenschlüssel, die aus dem geheimen Schlüssel abgeleitet werden, verschlüsselt. Zuvor wird der Klartext in Zeilen und Spalten aufgeteilt und in jeder Verschlüsselungsrunde werden die Ausgangsdaten byteweise ersetzt, die Zeilen rotieren, die Spalten werden gemischt und die Daten über eine XOR-Verknüpfung verknüpft.
AES-Rijndael ist ein symmetrischer Blockchiffre, bei dem der Schlüssel Sender und Empfänger bekannt sein muss.
Rijndael leitet sich aus den Namen der belgischen Kryptologen Joan Deamen und Vincent Rijmen ab.
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