Richtmikrofon

directional microphone

Richtmikrofone basieren auf Interferenzen. Das sind Schwingungszüge, die gegenseitig in Wechselwirkung stehen und sich auslöschen können. Dieses Prinzip macht sich das Richtmikrofon zunutze, weswegen es auch Interferenzempfänger genannt wird.


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Aufbau eines Richtmikrofons mit Interferenz-Rohr
Aufbau eines Richtmikrofons mit Interferenz-Rohr lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Vom Aufbau her ist ein Richtmikrofon ein Interferenzrohr an dessen einem Ende der Schall eintreten und an dessem anderen Ende sich die Mikrofonkapsel befindet. Der Schall durchläuft das Richtrohr und trifft auf die Membran der Mikrofonkapsel. Da im Rohr bestimmte Frequenzen beeinträchtigt werden, versieht man es an einer Seite mit Öffnungsschlitzen. Das verbessert das Klangbild; gleichzeitig gelangt aber seitlicher Schall durch die Schlitze in das Richtrohr. Dieser wird an den Rohrwänden reflektiert und bildet mit weiterem Schall, der durch andere Schlitze gekommen ist, Interferenzen, die zum Auslöschen der seitlich eingedrungenen Schallsignale führen.

Richtmikrofon, Foto: Weidlinger, Österreich
Richtmikrofon, Foto: Weidlinger, Österreich lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die Rohrlänge entspricht dabei der Wellenlänge der unteren Grenzfrequenz. Bei 1 kHz wäre die Rohrlänge 34 cm. Je kürzer die Rohrlänge, desto höher ist die untere Grenzfrequenz.

Es gibt noch ein zweites Prinzip für Richtmikrofone: das Parabolmikrofon. Es arbeitet mit einem Parabolspiegel, der den Schall auf einen Druckempfänger im Brennpunkt des Parabolspiegels reflektiert. Die Richtwirkung des Parabolmikrofons, das beispielsweise für die Aufnahme von Vogelstimmen eingesetzt wird, setzt erst ab einer bestimmten Frequenz ein.

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