Reflexion
reflection
Reflexionen gibt es bei der Übertragung von elektrischen, akustischen und Lichtsignalen.
Reflexionen entstehen generell durch Inhomogenitäten innerhalb eines Übertragungsmediums, bei Übergängen zwischen zwei Übertragungsmedien oder beim Übergang zwischen Medien mit unterschiedlicher Dichte, wie im Falle von Lichtwellenleitern. Bei der Reflexion wird ein Signalteil an den Inhomogenitäten oder den medientechnischen Übergängen reflektiert und läuft in dem Medium zur Quelle zurück. Bei leitergebundenen Übertragungen ist die Größe der Reflexionen abhängig von der Impedanzdifferenz, die beispielsweise in einer Steckverbindung oder am Leitungsabschluss existiert. Kabel, die impedanzrichtig, also mit dem Wert der Kabelimpedanz abgeschlossen sind, sind reflexionsfrei.
Bei der Reflexion wird ein Signalteil, der abhängig ist von der Impedanzdifferenz, von dieser impedanzabhängigen Stoßstelle reflektiert und überlagert das Originalsignal. Dies hat zur Folge, dass das Originalsignal verstümmelt wird. Bei extremen Impedanzunterschieden, beispielsweise bei Kurzschluss oder Unterbrechung, kann die Verstümmelung bis zum Auslöschen oder bis zur Verdoppelung des Originalsignals gehen.
Das Maß für die Reflexion ist der Reflexionsfaktor, der in dem großgeschriebenen griechischen Buchstaben Gamma angegeben wird.
In der optischen Übertragungstechnik spielen Reflexionen in zweierlei Hinsicht eine ganz entscheidende Rolle: Einerseits für die Übertragung des Lichts im Lichtwellenleiter, andererseits als Störfaktor bei unerwünschten Reflexionen an Inhomogenitäten oder Verbindungen.

Lichtreflexion zwischen zwei Medien bei unterschiedlichem Einfallswinkel 
Die übertragungstechnische Komponente wird durch unterschiedliche Dichten von Kern- und Mantelglas erreicht, was zur Folge hat, dass der Lichtstrahl am Mantelglas reflektiert wird und so im Kernglas verbleibt.
Die die Übertragung negativ beeinflussenden Reflexionen entstehen an Inhomogenitäten, Spleißen und Steckern.
In der Akustik ist die Reflexion der Schallwellen frequenzabhängig und tritt in verstärktem Maße bei mittleren und hohen Tonfrequenzen auf. Der reflektierte Schall ist der Hall. Die Schallwellen werden beim Auftreffen auf einen Körper in Abhängigkeit von dessen Größe, Material und Oberflächenbeschaffenheit reflektiert. Bei einem harten Körper mit glatter Oberfläche entspricht der Einfallswinkel dem Ausfallswinkel. Bei gewölbten Körpern erfolgt je nach Wölbung eine Streuung oder eine Bündelung des reflektierten Schalls. Bei weichen Materialien erfolgt eine Absorption.
Treffen reflektierte Schallwellen mit dem direkt abgestrahlten Schall zusammen, dann überlagern sich die beiden Schallsignale. Sind sie kohärent, das heißt, sind ihre Phasenlagen gleich, dann summieren sie sich, sind sie inkohärent, subtrahieren sich ihre Pegel. Diesen Effekt nennt man Kammfiltereffekt.
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