Q-interface signalling protocol
QSIG (QSIG-Protokoll)
Q-Interface Signalling Protocol (QSIG) ist ein internationaler von der ECMA definierter Signalisierungsstandard für die logische Signalisierung zwischen zwei privaten Vermittlungsknoten, z.B TK-Anlagen. Darüber hinaus wurden die QSIG-Standards, die von Q.931 abgeleitet wurden, durch ETSI und ISO zu europäischen und internationalen Standards erhoben. Die ISO hatte zeitgleich mit der ETSI einen QSIG-Standard unter der Bezeichnung PSS1 entwickelt, veröffentlicht ihren Standard, dem sich die ETSI angepasst hat, unter der Bezeichnung ISO-QSIG.
Mit QSIG soll Betreibern von Corporate Networks die Möglichkeit gegeben werden, verschiedene Tk-Systeme zu einem heterogenen Netz zusammenzuschalten und anlagenübergreifend Leistungsmerkmale, wie die automatische Rufumleitung zu nutzen. Grundsätzlich bietet QSIG mit den Generic Functions, QSIG-GF, ein solides Fundament, um, ähnlich einem Baukastenprinzip, unterschiedliche Leistungsmerkmale auf dem Basic Call, QSIG-BC,aufzusetzen. Diese können sowohl rein QSIG-konform sein, QSIG-konform mit herstellereigenen Erweiterungen und auch herstellerspezifisch.
QSIG ist ein modernes, leistungsfähiges Signalisierungssystem für die Signalisierung zwischen den PINX-Anlagen (Private Integrated Service Digital Network Exchange), das speziell für die Anforderungen an Telekommunikations-Dienste in einem Corporate Network entwickelt wurde. QSIG ist ein herstellerunabhängiger Standard, der von den weltweit größten Herstellern von Nebenstellenanlagen unterstützt wird. Die Hersteller haben sich in einem MoU vom Februar 1994 verpflichtet, die Entwicklung voranzutreiben. Das Signalisierungssystem ist so konzipiert, dass es alle Netzwerkstrukturen wie beispielsweise Sterntopologie, Bustopologie, vermaschtes Netz oder Baumtopologie unterstützt, ebenso wie eine beliebige Anzahl an Knotenrechnern.
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ISDN-Referenzmodell mit der Erweiterung für Corporate Networks ![]() |
QSIG basiert auf dem D-Kanal-Protokoll nach dem ITU-T-Standard der Q.93x-Serie für Basic Call und der Q.95x-Serie für die Supplementary Services. Damit ist sichergestellt, dass QSIG und ISDN kompatibel in ihren Leistungsmerkmalen sind und ISDN-Applikationen bzw. -Zusatzdienste der öffentlichen ISDN-Netze auch in einem privaten Netz genutzt werden können. Neben den Supplementary Services des ISDN sind verschiedene weitere Zusatzdienste für QSIG spezifiziert. U.a. Name Identification, Call Intrusion, Do Not Disturb, Path Replacement, Operator Services, Mobility Services, Call Completion und einige mehr. Darüber hinaus können Anwendungen, die speziell für ISDN entwickelt wurden, auf dem QSIG Corporate Network betrieben werden.
Die Architektur von QSIG entspricht im Wesentlichen der ISDN-Architektur, wobei allerdings neben den N-, T- und S-Bezugspunkten zwei neue Referenzpunkte hinzukommen, der Q-Punkt und der C-Punkt.
Der Q-Referenzpunkt ist der logische Signalisierungspunkt zwischen zwei privaten Nebenstellenanlagen, der C-Referenzpunkt bildet den Bezugspunkt für die physikalische Verbindung.
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Die Signalisierung zwischen den drei PTNX erfolgt am Referenzpunkt Q mit QSIG ![]() |
Der QSIG-Standard spezifiziert ein Signalisierungsprotokoll am Q-Referenzpunkt zwischen zwei PTNX, das primär auf jedem gewöhnlichen Kanal benutzt werden kann. Der Protokollstack von QSIG ist identisch dem DSS1-Protokoll. Beide orientieren sich am OSI-Referenzmodell, beide sind identisch in der Bitübertragungsschicht und der Sicherungsschicht (LAP-D-Protokoll), weichen allerdings in der Vermittlungsschicht voneinander ab. Bei QSIG besteht das Schicht-3-Protokoll aus drei Sublayern: dem QSIG Basic Call, dem QSIG Generic Functional Procedures und dem QSIG Procedures for Supplementary Services.
Querverweise von Q-interface signalling protocol nach:
Querverweise nach Q-interface signalling protocol von:

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