Primärverkabelung

primary cabling

Bei der Primärverkabelung, die auch als Geländeverkabelung bezeichnet wird, handelt es sich um eine firmenweite Standortverkabelung zur Verbindung der einzelnen Gebäude auf einem Campus. Dabei werden die Gebäudeverteiler über das Primärkabel mit dem Standortverteiler verbunden.

Geländeverkabelung in logischer Bustopologie
Geländeverkabelung in logischer Bustopologie lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Nach den Spezifikationen der Verkabelungsstandards ISO/IEC 11801 und EN 50173 für universelle Verkabelungen kann die maximale Ausdehnung des Primärbereiches 3 km betragen. Das ergibt sich aus der maximalen Entfernung zwischen Standort- und Gebäudeverteiler, die auf 1.500 m begrenzt ist. Im Primärbereich werden in aller Regel Lichtwellenleiter in Monomode- und Multimodefasern eingesetzt, als Anschlusselemente werden bei Neuinstallationen SC-Stecker empfohlen, bereits vorhandene ST-Stecker sind ebenfalls vorgesehen.

Redundante Geländeverkabelung in Ring- und Sterntopologie
Redundante Geländeverkabelung in Ring- und Sterntopologie lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die Primärverkabelung kann in Ring- oder Sterntopologie erfolgen. Bei sternförmiger Verkabelung wird von einem Konzentrationspunkt aus verkabelt. Da sternförmige Verkabelungen anfällig sind gegenüber Fehlern im zentralen Konzentrator und auch gegenüber Streckenausfall, empfiehlt sich der Aufbau einer doppelten oder einer kombinierten Topologie. Interessante Alternativen zur einfachen Sterntopologie sind der Doppelstern, der Doppelring oder eine Kombination aus Ring- und Sterntopologie.

Geländeverkabelung in Ringtopologie
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Bei einem solchen Konzept werden die Gebäude mit hoher Priorität über einen Ring miteinander verbunden, solche mit niedriger Priorität dagegen sternförmig mit einem Gebäude mit hoher Priorität. Bei dieser kombinierten Topologie kann der gesamte Primärbereich auch bei Ausfall einer Sternverbindung oder bei Ringunterbrechung über Redundanzwege weiterbetrieben werden.

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