Phantomspeisung
phantom voltage
Die Phantomspannung ist eine Polarisationsspannung, die zum Vorspannen von Kondensator-Mikrofonen benutzt wird. Bei diesen Mikrofonen muss die Kondensator-Membran vorgespannt werden, damit sie bei der Schallaufnahme nicht durch ihren Ruhezustand schwingt, was zu Verzerrungen führt. Aus diesem Grund wird die Membran auf das Potential der Phantomspannung gelegt, die zwischen der beweglichen Membran und der festen Elektrode liegt. Die Phantomspannung ist in DIN 45 596 und IEC 60268-15 spezifiziert und kann einen Wert von 48 V, 24 V oder 12V haben, die über Widerstände von 6,8 kOhm, 1,2 kOhm bzw. 680 Ohm eingespeist wird. Bei der Einspeisung wird das gleiche Potential an die beiden Adern der symmetrischen Leitern des Mikrofons gelegt. Dies hat den Sinn, dass auch dynamische Mikrofone angeschlossen werden können, ohne dass diese durch die Phantomspannung beeinträchtigt werden.
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Phantomspeisung mit 48 V und XLR-Stecker ![]() |
In der Praxis liegen die 48 V an den Kontakten 2 und 3 des XLR-Steckers, die Masse an Pin 1. Da zwischen Pin 2 und Pin 3 keine Spannung gemessen werden kann, hat dies zu der Bezeichnung Phantomspannung geführt.
Die 48 V der Phantomspannung hat historische Gründe, die in den früher verwendeten Röhrenverstärkern liegen. Diese Spannung wird von Mischpulten oder Kamerarecordern bereitgestellt.
Die Phantomspeisung hat die frühere Tonaderspeisung abgelöst, bei der die 12-V-Gleichspannung direkt an den Signalleitungen anliegen. Diese Technik wurde ursprünglich unter DIN 45 595 standardisiert.Querverweise von Phantomspeisung nach:
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