Orthogonal
orthogonal
Orthogonal bedeutet rechteckig oder rechtwinklig. Das Wort orthogonal wird im Kontext dieses Lexikons in der Speichertechnik, Antennentechnik, Funktechnik und der Informatik benutzt.
- In der Speichertechnik spricht man dann von Orthogonalität, wenn die Magnetpartikel einer Festplatte senkrecht zur Festplattenoberfläche ausgerichtet sind, wie das beim Perpendicular-Recording zur Erhöhung der Speicherdichte gemacht wird.
- Antennen deren Abstrahlelemente senkrecht zueinander stehen, werden als orthogonal bezeichnet. Die Polarisationsebenen von orthogonalen Antennen stehen rechtwinklig zueinander.
In funktechnischen Übertragungssystemen werden Multiplexverfahren ihrer Orthogonalität entsprechend in Zeitmultiplex, Frequenzmultiplex und Codemultiplex eingeteilt.

Unterträger in orthogonaler Zuordnung 
Beim Zeitmultiplex geht es um othogonale Funktionen im Zeitbereich, so bei der Einteilung in Zeitschlitze. Beim Frequenzmultiplex geht es um die orthogonale Verschiebungen im Spektralbereich wobei die Frequenzbänder von benachbarten Trägerfrequenzen so präzise gewählt werden, dass sie sich gegenseitig nicht beeinträchtigen. Und beim Codemultiplex um allgemeine orthogonale Funktionen.
Orthogonale Frequenzen stehen in einer solchen Beziehung zusammen, dass das Trägermaximum des einen Trägers dann erreicht wird, wenn der benachbarte Träger gerade Null hat. OFDM, OFDMA oder SOFDMA sind solche Mehrträgerverfahren mit orthogonaler Trägerbeziehung.
- In der Informatik handelt es sich bei der Orthogonalität um Entwurfskonzepte mit beliebiger Kombinierbarkeit.


