Netzwerk-Computer
NC (network computer)
Netzwerk-Computer (NC) sind ein Konzept aus den 90er-Jahren, bei dem ein Terminal funktional an das Internet angepasst wurde. Da NCs über eigene lokale CPU-Leistung verfügten, sprach man nicht von Netzwerk-Terminals sondern von Netzwerk-Computern. Bei den Netzwerk-Computern handelte es sich um plattenlose Computer, die sich ihre Software aus dem Internet herunterladen. Sie hatten eine schnelle Zentraleinheit (CPU), dynamisches RAM, Display, Browser, verkleinertes Betriebssystem wie Unix, Windows, OS/2 oder MAC und I/O-Einheiten wie Tastatur, Maus und Netzwerkanschluss. Zum Betrieb benötigte der Netzwerk-Computer den schnellen Zugriff über das Netz auf einen Server, einen Fileserver, Datenbankserver, Mail-Server, Video-Server, Java Applet-Server oder WWW-Server.
Netzwerk-Computer sollten gleichermaßen im kommerziellen Internet und Intranet eingesetzt werden. Sie ließen sich in drei Gruppen unterteilen; in die Gruppe der Desktop-NCs mit Zugriff zu WWW, E-Mail, Spreadsheet usw., eine zweite Gruppe für NC-TV, so genannte Settop-Boxen für Internetfernsehen (IPTV), Unterhaltung, Spiele und sonstige interaktive Video-Anwendungen und eine letzte Gruppe der NC-Phones für E-Mail und limitiertes Browsing.
Für Netzwerk-Computer wurden gewisse Standards vereinbart. So sollten NCs Protokolle der TCP/IP-Protokollfamilie wie SSL, FTP, Telnet, NFS, UDP und SNMP sowie Mail-Protokolle wie SMTP, IMAP4 und POP3 unterstützen, darüber hinaus WWW-Standards (HTML, HTTP, Java), Multimedia-Standards wie JPEG, Graphics Interchange Format (GIF) und Waveform Audio File Format (WAV) sowie Sicherheitsstandards wie ISO 7816 Smartcards.
Die Mindestanforderungen, die ein Netzwerk-Computer erfüllen muss, wurden ursprünglich von namhaften Computerfirmen u.a. IBM, Apple, Sun entwickelt. Sie wurden von The Open Group (TOG) übernommen und aktualisiert.
Das NC-Konzept fand 2007 einen neuen Ansatz in den Netbooks und den Nettops, die für Netzwerkanwendungen optimiert sind.


