Netzwerk-Computer
NC (network computer)
Netzwerk-Computer (NC) sind im Grunde genommen Terminals, die an das Internet angepasst sind. Da NCs über eigene lokale CPU-Leistung verfügen, spricht man anstelle von Netzwerk-Terminals von Netzwerk-Computern. Bei den NCs handelt es sich um plattenlose Computer, die sich ihre Software aus dem Internet herunterladen. Sie benötigen eine schnelle Zentraleinheit (CPU), ein dynamisches RAM, ein Display, Browser, ein verkleinertes Betriebssystem wie Unix, Windows, OS/2 oder MAC und I/O-Einheiten wie Tastatur, Maus und Netzwerkanschluss. Zum Betrieb benötigt der NC den schnellen Zugriff über das Netz auf einen Server, einen File-Server, Datenbank-Server, Mail-Server, Video-Server, Java Applet-Server oder WWW-Server.
Netzwerk-Computer sollen gleichermaßen im kommerziellen Internet und Intranet eingesetzt werden. Sie lassen sich in drei Gruppen unterteilen; in eine Gruppe der Desktop-NCs mit Zugriff zu WWW, E-Mail, Spreadsheet usw., eine zweite Gruppe für NC-TV, so genannte Settop-Boxen für Internet-Fernsehen (IPTV), Unterhaltung, Spiele und sonstige interaktive Video-Anwendungen und eine letzte Gruppe der NC-Phones für E-Mail und limitiertes Browsing.
Für Netzwerk-Computer wurden gewisse Standards vereinbart. So sollen NCs Protokolle der TCP/IP-Protokollfamilie wie SSL, FTP, Telnet, NFS, UDP und SNMP sowie Mail-Protokolle wie SMTP, IMAP4 und POP3 unterstützen, darüber hinaus WWW-Standards (HTML, HTTP, Java), Multimedia-Standards wie JPEG, Graphics Interchange Format (GIF) und Waveform Audio File Format (WAV) sowie Sicherheitsstandards wie ISO 7816 Smartcards.
Die Mindestanforderungen, die ein Netzwerk-Computer erfüllen muss, wurden ursprünglich von namhaften Computerfirmen u.a. IBM, Apple, Sun entwickelt. Sie wurden von The Open Group (TOG) übernommen und aktualisiert.
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