Nachhall

reverberation

Der Nachhall oder Widerhall ist der Klang, der im Raum nachklingt, wenn der Originalklang abgeschaltet ist. Die Dauer dieses Nachhallfeldes wird als Nachhallzeit bezeichnet und setzt sich zusammen aus den ersten Raumreflexionen und der danach folgenden diffusen Nachhallfahne. Der Nachhall ist abhängig der von der Raumgröße und dessen Beschaffenheit und stellt den Abklingprozess des Schalls in einem Raum dar.

Die unmittelbaren Reflexionen auf einen Ton kommen von den Wänden, Decken und Böden des Schallraums. Die folgenden, diffusen Reflexionen, die in der Nachhallfahne zum Ausdruck kommen, sind Reflexionen von Reflexionen.

Bei der Nachhallzeit (Reverberation Time, RT) handelt es sich um eine definierte Größe, die sich aus der Abklingzeit nach dem Abschalten eines Sinus-Dauertons ergibt. Es ist die Zeit die vergeht, bis der Schallpegel nach Abschalten eines Sinustons von 800 Hz oder 1 kHz um 60 dB abnimmt. Voraussetzung für die Messung der Nachhallzeit ist, dass der Raum eingeschwungen ist, das bedeutet, dass sich der Sinuston im ganzen Raum ausgebreitet hat. Den Wert nennt man auch den RT-60-Wert. Die Nachhallzeit ist frequenzabhängig und wird bei höheren Frequenzen kürzer.

In der Audiotechnik lässt der Nachhall das Klangbild voluminöser erscheinen und verleiht Wärme und Größe. Aus diesem Grund wird bei Audio-Aufnahmen ein Nachhall mit einem Hallgerät erzeugt und der Aufnahme beigemischt.

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