Mikrofon

Mic (microphone)

Mikrofone sind technisch betrachtet Sensoren, die Schalldruck in elektrische Signale umwandeln. Prinzipiell basiert die Sensorik von Mikrofonen auf widerstandsmäßigen, elektrodynamischen, elektrostatischen und piezoelektrischen Umsetzungen. Dabei wird der Schalldruck über eine Membran auf den entsprechenden Wandler übertragen. Das umgewandelte Spannungssignal am Mikrofonausgang entspricht dem akustischen Eingangssignal.




<< Anzeige >>

Lavalier-Mikrofon zum Anstecken, Foto: Hama
Lavalier-Mikrofon zum Anstecken, Foto: Hama lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Das erwähnte widerstandsmäßige Verfahren, das in früheren Jahren in Studiomikrofonen, später dann in der Sprechkapsel von Telefonen eingesetzt wurde, arbeitet mit einer Kapsel, in der sich Kohlestaub befindet. Der Schalldruck wird über die Sprechmembran direkt auf den Kohlestaub übertragen und verändert deren Widerstandswert im Rhythmus des akustischen Signals.

Richtcharakteristiken von Mikrofonen
Richtcharakteristiken von Mikrofonen lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Der Frequenzbereich des Kohlemikrofons ist relativ begrenzt. Dagegen umfassen andere Mikrofone, wie das Tauschspulen-Mikrofon und das Bändchenmikrofon eingesetzt, die beide auf elektrodynamischer Basis arbeiten, einen wesentlich größeren Audiobereich. Gleiches gilt für das Kristallmikrofon, das den Piezoeffekt nutzt. Darüber hinaus gibt es von der Bauform und der Übertragung her verschiedene Mikrofon-Ausführungen. So das Grenzflächenmikrofon, das Lavalier-Mikrofon und die Funkmikrofone, deren Signale drahtlos übertragen werden. Die weitere Miniaturisierung verbunden mit Kostenreduzierungen hat zu kleinsten MEMS-Mikrofonen geführt, die in Handys und Hörgeräten eingesetzt werden.

Wichtige Parameter von Mikrofonen sind der Frequenzbereich, der Frequenzgang, die Empfindlichkeit bzw. der Feldleerlauf-Übertragungsfaktor, der Rauschabstand und die Richtcharakteristik.

Zugang zur PAC-Studie

Unsere Partner

Werbung