µTCA (MicroTCA)
micro telecom computing architecture
MicroTCA ist ein Telecom-orientierter Standard der PICMG. Er ist für Träger-orientierte Telekom-Infrastrukturen und benutzt wie AdvancedTCA die verschiedenen auf Mezzanin basierenden Aufsteckmodule wie das AMC-Modul, das M-Modul oder das PMC-Modul. Die AdvancedMC-Module können dabei volle oder halbe Höhen haben. Die Leistungsaufnahme kann zwischen 20 W aund 60 W pro Modul betragen.
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MicroTCA für 2, 3 und 5 HEs, Foto: Rittal ![]() |
MicroTCA hat Hot-Swap, ein autonomes Systemmanagement und Switched-Fabric-Funktionen. Das verkleinerte AdvancedTCA-Konzept hat einen kleinen Formfaktor und arbeitet mit Single-Width-Baugruppen von 73,5 mm x 183,5 mm. Das Backplane kann in den Bandbreiten zwischen 1 Gbit/s und 40 Gbit/s skaliert werden und unterstützt Sterntopologien und vollvermaschte Topologien, ebenso wie diverse Protokolle wie Ethernet, InfiniBand, PCI-Express und RapidIO. Die Übertragungsrate für paketorientierten Datenverkehr liegt bei 12,5 Gbit/s pro Kanal.
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MicroTCA-System mit verschiedenen Einschubmodulen ![]() |
MicroTCA ist als Hardware-Plattform in Zugangsnetzen konzipiert und stellt die Verbindung zwischen den Teilnehmern und den Netzen der Telekom-Dienstanbieter her. AdvancedTCA hingegen wird im Kernnetz und in Randnetzen eingesetzt.
Zu den typischen Anwendungen von MicroTCA gehören: Funkbasisstationen für die Mobilkommunikation, Gateways für Internet-Telefonie, WiMAX-Infrastrukturen, IP-gestützte Tk-Anlagen und DSLAM für den Anschlussbereich. Es lassen sich aber auch Anwendungen jenseits der Telekommunikation vorstellen, so in Industrie-Anwendungen, in der Steuer- und Regeltechnik und der Medizintechnik.
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