HATS (Kunstkopf)

head and torso simulator

Kunstkopf für stereoskopische Audiomessungen, Foto: MMK
Kunstkopf für stereoskopische Audiomessungen, Foto: MMK lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Um binaurale, das sind zweistimmige Tonaufnahmen realistisch nachbilden zu können, hat in den 30er Jahren der Gründer der Firma Beyerdynamik, Eugen Beyer, einen Kunstkopf entwickelt, der dem menschlichen Kopf entspricht. Neuere Kopfnachbildungen berücksichtigen die Ohrmuscheln und die Gehörgänge und haben an Stelle der Trommelfelle zwei Mikrofone. Die Laufzeit-, Frequenz- und Pegeldifferenzen zwischen den beiden Mikrofonen bilden somit das menschlichen Hörempfinden nach. Der Einfluss dieser Parameter wird als kopfbezogene Übertragungsfunktion, der Head Related Transfer Function (HRTF), bezeichnet.

Der Kunstkopf wird für Testzwecke eingesetzt. In den 60er Jahren gab es auch Stereo-Radiosendungen in Kunstkopf-Stereofonie. Um den Stereo-Effekt und Raumklang voll genießen zu können, konnten diese Sendungen nur mit Kopfhörer empfangen werden.

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