Kontaktwiderstand
contact resistance
Der Kontaktwiderstand ist Teil des Übergangswiderstandes (Transfer Resistance), der bei der Durchleitung des elektrischen Stroms von einem Leiter in einen anderen Leiter auftritt. Der Übergangswiderstand setzt sich zusammen aus dem Kontaktwiderstand und dem Widerstand des elektrisch leitenden Materials. Je sicherer die Verbindung mechanisch und elektrisch ausgeführt ist, umso geringer ist der Widerstand an der Kontaktstelle. Er sollte im Verhältnis zu den anderen in einer Schaltung auftretenden Widerständen gering sein, damit die Funktion nicht beeinflusst wird. Ein schlechter Kontakt kann in der Elektronik ein ganzes System gefährden. In der Übertragungstechnik führen Kontaktstellen zu Dämpfungen, die bei der Pegelbetrachtung zu berücksichtigen sind.
Der ideale Kontaktwiderstand zwischen geschlossenen Kontakten ist praktisch Null. In der Praxis liegt er bei wenigen Milli-Ohm.
Bei Relais liegt der Kontaktwiderstand bei weniger als 0,1 Milli-Ohm. Darüber hinaus spielt bei Relais das Verhalten des Kontaktwiderstandes über die Lebensdauer eine wichtige Rolle. Der Kontaktwiderstand nimmt durch Oxidation und Korrosion über die Lebensdauer zu und kann nach mehreren Millionen Schaltzyklen durchaus 1 bis 2 Ohm betragen.
Bei der Leistungsübertragung kann es an Kontaktstellen zu Erwärmungen kommen (Brandgefahr). Die Größe des Kontaktwiderstandes hängt vom Kontaktwerkstoff, seiner Mikro-Rauhigkeit, der Geometrie, chemische Schichten sowie von der Größe der Kontaktfläche ab. Je größer die Fläche, desto geringer der Kontaktwiderstand.



