Kondensatormikrofon
capacitor microphon
Kondensatormikrofone sind elektrostatisch arbeitende Mikrofone, die die Bewegung einer Elektrode in einem elektrostatischen Feld zur Umsetzung des Schalldrucks in eine elektrische Spannung nutzen. Trifft der Schalldruck auf die Sprechmembran, die eine Elektrode des Kondensatormikrofons darstellt, bewegt sich diese und verändert dadurch die Kapazität des Kondensators, die direkt vom Abstand der Elektroden abhängt. Der Abstand zwischen den beiden Elektroden beträgt nur 5 µm bis 50 µm. Die Kapazitätsänderung erfolgt im Rhythmus der Schalldruckänderung, also dem Schallsignal.
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Aufbau eines Kondensator-Mikrofons ![]() |
Der Ladungsausgleich zwischen den beiden Elektroden erfolgt über einen Widerstand und verursacht eine Spannung, die über einen Operationsverstärker verstärkt wird. Damit die Membran nicht durch den Ruhezustand schwingt und dadurch das Signal verzerrt, wird die Membranelektrode von einer Polarisationsspannung vorgespannt. Diese Phantomspeisung, die auch den im Mirkofon integrierten Mikrofon-Vorverstärker versorgt und normalerweise bei 48 V liegt, wird an die Schirmung des Mikrofonkabels und auf die beiden signalführenden Leitungen gelegt.
Weitere Varianten des Kondensatormikrofons sind das Elektretmikrofon und das HF-Kondensatormikrofon. Bei Letzterem bildet die Kondensator-Kapazität eine HF-Schwingschaltung, einen Oszillator oder einen Schwingreis. Das HF-Signal wird dabei im Rhythmus des Schalls moduliert.
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Kondensator-Mikrofon, Foto: Thomann ![]() |
Kondensatormikrofone decken einen großen Frequenzbereich mit einen linearen Frequenzgang ab, haben eine hohe Empfindlichkeit, die zwischen 10 mV/Pa und etwa 40 mV/Pa liegt, und ein gutes Impulsverhalten. Der Schalldruck wird präzise in elektrische Signale umgeformt. Nachteilig ist die notwendige Versorgungsspannung und ihr niedriger Grenzschalldruck. Kondensatormikrofone können unterschiedliche Richtcharakteristiken haben: Achter, Niere und Kugel.





