Kammfiltereffekt

comb filter effect

Kammfiltereffekte treten in der Akustik auf und werden durch die Überlagerung von zeitversetzten Signalen verursacht. Zeitversetzte Signale entstehen dann, wenn ein Signal direkt, weitere über Reflektionen an Wänden, Böden oder Decken an einem Mikrofon oder dem Hörer eintreffen. Das Direktsignal trifft zeitlich vor den Refexionssignalen ein, wodurch sich die Signale gegenseitig beeinflussen. Dies kann sich in einer Betonung oder Dämpfung des Tons ausdrücken.

Laufzeitunterschiede beim Kammfiltereffekt
Laufzeitunterschiede beim Kammfiltereffekt lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Da die Reflexionslaufzeiten konstant sind, verschieben sich die Phasenlagen mit der Frequenz. Eine tiefere Frequenz könnte somit in der Phasenlage so liegen, dass sie sich mit der direkt eintreffenden summiert, eine höhere könnte hingegen einen Teil der direkt eintreffenden Frequenz kompensieren und damit im Pegel verringern. Sind die Amplituden des direkten und des reflektierten Tons gleich groß und haben die gleiche Phasenlage, summieren sich die Pegel auf den doppelten Amplitudenwert, haben sie entgegengesetzte Phasenlage, löschen sie sich gegenseitig aus.

Ausprägung des Kammfiltereffekts bei verschiedenen Standorten
Ausprägung des Kammfiltereffekts bei verschiedenen Standorten lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Aus der Summierung und der Subtraktion verschiedener Frequenzen entsteht ein Frequenzspektrum, dass dem eines Kammfilters vergleichbar ist, daher auch die Bezeichnung Kammfiltereffekt.

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