KPI (key performance indicator)

Der Begriff Key Performance Indicator (KPI) stammt aus dem Scorecarding. Er bezeichnet eine Messgröße die im Vergleich zu einem oder mehreren Ziel- resp. Schwellwerten den Grad der erwarteten Leistung anzeigt. Es ist eine Wertung, die sich auf betriebliche Kennzahlen bezieht: auf den Erfolg, die Leistung, die Auslastung der Produktion etc.

Ein Key Performance Indicator wird aus den vorhandenen Geschäftsdaten ermittelt. Beispiele solcher KPIs sind u.a. Umsatz, Umsatzsteigerung, verkaufte Stückzahl, Brutto- und Nettogewinn, Anzahl der Vollzeitstellen (Full Time Employment), Lohnkosten, Lohnstückkosten usw.

Im Scorecarding werden diese Messgrößen in Relation zu Ziel- resp. Schwellwerten gesetzt. Die Ausprägung dieser Relation hängt vom Messwert und vom gewünschten Vergleich ab. Ein Zielwert kann z.B. der budgetierte Umsatz sein. Ein Schwellwert kann z.B. die Mindestabsatzmenge eines Produktes sein um die Kosten zu decken.

Aus der Relation zwischen Messgröße und Ziel- resp. Schwellwerten ergibt sich eine Tendenz, die anzeigt wie gut die angestrebte Leistung erreicht wird. Dies wird häufig mit einer Ampelfunktion dargestellt. Bei roter Ampel geht es um Verlust, bei gelb ist der Gewinn unter den Erwartungen, bei grüner Ampel liegt der Gewinn in den Erwartungen oder darüber.

Ein Key Performance Indicator kann besser sein, wenn er größer als erwartet (z.B. Umsatz), kleiner als erwartet (z.B. Kosten) oder möglichst nah am erwarteten Wert (z.B. Auslastung) ist.

Der Begriff Key Performance Indicator (KPI) wird in der Business Intelligence (BI) oft auch weiter gefasst verwendet, als zentrale Kennzahl innerhalb einer Auswertungsstruktur. Auch im Netzwerkmanagement gibt es einen Key Performance Indicator. In diesem Kontext ist er auf die Lastverteilung und das Antwortzeitverhalten ausgerichtet.

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