IGMP (Internet group management protocol)
IGMP-Protokoll
Das Internet-Group-Management-Protokoll (IGMP) ist als Hilfsprotokoll auf der Vermittlungsschicht angesiedelt und unterstützt die Gruppenkommunikation. Das IGMP-Protokoll wird für IP-Multicast, also für das Rundsenden an mehrere Interfaces eingesetzt, so u.a. für die Live-Übertragung von Internetfernsehen (IPTV). Es ist Bestandteil aller Level-2-Rechner, die das IP-Protokoll im Multitasking unterstützen. Zurzeit existiert keine Verpflichtung, dass alle IP-Implementierungen Multicast unterstützen. Für den Multicast-Betrieb sind zwei unterschiedliche Arten definiert, die als Level bezeichnet werden. In Level 1 wird das Senden unterstützt, allerdings nicht das Empfangen von Multicast-Datagrammen. Level 2 unterstützt hingegen das Senden ebenso wie das Empfangen von Multicast-Datagrammen.
![]() |
Datenrahmen
des IGMP-Protokolls ![]() |
Das IGMP-Protokoll hat einen Mechanismus, der ein Überfluten der angeschlossenen Netzwerke verhindert. Dieser Mechanismus wird durch das Time-to-Live-Feld (TTL) ausgelöst, indem der TTL-Wert für die Kommunikation innerhalb von Netzwerken auf 1 gesetzt wird. Bei einem TTL von 0 werden die IGMP-Pakete annulliert und gelöscht. Dadurch erreicht man eine eingeschränkte Kommunikation.
Das IGMP-Protokoll wird u.a. vom OSPF-Protokoll, dem VMTP-Protokoll und vom rwho-Protokoll (Remote Who Protocol) benutzt.
In der Version IGMPv2 wird der IGMP-Header immer mit dem vollständigen IP-Header übertragen. Das Versionsfeld aus der ersten Version entfällt, das Kontrollfeld des IP-Headers wird auf die Ziffer2 gesetzt und signalisiert damit, dass es sich bei dem nachfolgenden Header um einen IGMP-Header handelt. Das Type-Feld ist in der Version 2 auf 8 Bit erweitert worden und zusätzlich wurde das Datenfeld max. Response Time mit 8 Bit eingefügt.
![]() |
Header
von IGMPv2 ![]() |
Die maximale Antwortzeit, Maximal Response Time, gibt bei Query-Abfragen an, nach welcher Zeit ein Host einen Report schicken muss. Die Standardzeit liegt bei 10 Sekunden. Dem Datenfeld für die maximale Antwortzeit folgt ein 16 Bit langes Prüfsummenfeld.
Eine Erweiterung erfährt IGMPv2 durch den Internet-Draft Version 3. IGMPv3 unterstützt unter anderem Group-Source-Report-PDUs, die ein Filtern von Paketen nach Quellen erlauben.
Das IGMP-Protokoll wurde von der IETF spezifiziert und ist in den RFCs 1112, 2236 und 3376 beschrieben.





