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Infrarotverfahren

infrared method

Für Multitouchscreens gibt es verschiedene Verfahren mit denen mehrere Berührungspunkte auf dem Multitouchscreen detektiert werden können. Das Infrarotverfahren ist eines dieser Verfahren, das in berührungssensitiven Touchscreens eingesetzt und mit dem die Position bestimmt wird, an der der Touchscreen berührt wird. Es wird in einfachen Touchscreens und in Multitouchscreens eingesetzt und ist in einer Schirmmatrix untergebracht, die auf dem LCD- oder TFT-Diplay angebracht wird.


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Aufbau 
     eines Touchscreens mit Infrarotverfahren
Aufbau eines Touchscreens mit Infrarotverfahren lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Das Infrarotverfahren arbeitet mit einer Infrarot-Matrix aus Leuchtdioden und Fotodioden, die an den gegenüberliegenden Seiten des Touch- bzw. Multitouchscreens angebracht sind. Die Leuchtdioden und die Fotodetektoren bilden ein Strahlengitter aus Infrarotlicht (IR), das sich in beiden Koordinaten über das Display ausbreitet. Solange die einzelnen Infrarotstrahlen nicht unterbrochen sind, empfangen die Fotodioden die Lichtstrahlen der Leuchtdioden. Wird der Bildschirm allerdings durch einen Finger oder einen Stift berührt, so werden zwei Lichtstrahlen, der vertikale und der horizontale, unterbrochen und die korrespondierenden Fotodioden detektieren weniger Licht. Die Fotodioden werden mit konstanter Geschwindigkeit abgescannt und diejenigen, die weniger Licht detektieren, bestimmen die vertikale und horizontale Position der Bildschirmberührung und damit die Bildschirmkoordinaten.

Multitouchscreen mit Infrarotverfahren, Foto: WiViTouch
Multitouchscreen mit Infrarotverfahren, Foto: WiViTouch lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Eines der Vorteile des Infrarotverfahrens liegt darin, dass der Koordinatenwert des Berührungspunktes direkt als Digitalwert vorliegt und nicht, wie bei anderen Multitouch-Verfahren, erst durch Analog-Digital-Verfahren berechnet werden muss. Vergleichbare analog arbeitende Verfahren haben den Nachteil, dass sie ständig nachkalibriert und zudem die Analogwerte in Digitalwerte umgewandelt werden müssen. Daher zeichnen sich Touchscreens mit Infrarottechnik durch eine höhere Präzision und Genauigkeit aus. Letztere wird durch die Strahlbreite der Infrarotstrahlen bestimmt. Das Infrarotverfahren gehört zu den vielseitigen, flexiblen und dauerhaften Touch-Technologien für Displays mit Bildschirmdiagonalen von 10" bis 60". Das Verfahren eignet sich gleichermaßen für Single-Touch, Dual-Touch, Multi-Touch und Multi-User-Touch und kann gleichzeitig bis zu 32 Berührungspunkte detektieren. Es ist allerdings empfindlich gegen Verschmutzung und Flüssigkeiten, die die Lichtbrechung verändern.

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