IP-Multicast
IP multicast
IP-Multicast ist eine Routing-Technik, bei der der IP-Verkehr von einer oder von mehreren Datenquellen an mehrere Zielstationen gesendet wird. Es kann sich also um eine Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung (P2MP) handeln oder um eine Mehrpunkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung. Bei diesen Verbindungen werden die IP-Datenpakete, die durch die IP-Adresse mit Class-D-Address als Multicast gekennzeichnet sind, zu einer Multicast-Gruppe gesendet. Im IP-Adressbereich und in IPv4 steht für das IP-Multicast der Adress-Bereich von 224.0.0.0 bis zu 239.255.255.255 zur Verfügung. In IPv6 sind es alle mit FF00::/8 beginnenden Adressen.
IP-Multicast arbeitet mit Multicast-Adressen, die aus IP-Adressen bestehen und aus Pseudo-MAC-Adressen (PMAC), die den Multicast-Gruppen zugeordnet sind. In IP-Multicast haben die Pseudo-MAC-Adressen den Adressraum 01-00-5e-00-00-00 bis 01-00-5e-7f-ff-ff.
Die IP-Multicast-Technologie bildet die Basis für Echtzeitanwendungen über Mehrpunktverbindungen, wie beispielsweise Webkonferenzen über IP. Multicast kann im Gegensatz zu Unicast Überlastungen im Netz dadurch reduzieren, dass die IP-Datenpakete nicht einzeln zwischen dem Absender und vielen Empfängern verschickt werden, sondern nur einmal zielgerichtet an alle Teilnehmer gehen.
Zur Sicherstellung der Dienstgüte (QoS) müssen für das IP-Multicast Protokolle verwendet werden, die ein Echtzeitverhalten aufweisen, wie das RTP-Protokoll, das RTSP-Protokoll, das RSVP-Protokoll und einige andere. Neben der Hard- und Software, die IP-Multicast unterstützen muss, sind die Routing-Protokolle wie das DVRMP-Protokoll, das MOSPF-Protokoll oder das PIM-Protokoll sowie Sicherheitsfunktionen im Netz zu beachten.


