100Base-TX

IEEE 802.3 100Base-TX

Beim 100Base-TX-Standard handelt es sich um ein Verfahren, bei dem die Daten über zwei UTP-Kabel der Kategorie 5 (cat 5) übertragen werden. Im Gegensatz zum klassischen Ethernet mit 10 Mbit/s arbeitet man bei 100Base-TX nicht mit der Manchester-Codierung, sondern mit der 4B/5B-Codierung. Wobei die Codierung so gewählt wird, dass innerhalb eines 5-Bit-Wortes mindestens ein Pegelwechsel für die Synchronisation stattfindet.

Die Übertragungsrate von 100 Mbit/s erhöht sich dadurch auf eine Frequenz von 125 MHz. Mittels Multi Level Transmission (MLT-3), bei der 4 Bits in drei Pegeln übertragen werden, reduziert sich die Übertragungsfrequenz auf ein Viertel, also 31,25 MHz.

Physikalische Schnittstellen von Fast-Ethernet
Physikalische Schnittstellen von Fast-Ethernet lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Durch das Scramblen der Frequenzen wird ein gleichmäßigeres Frequenzspektrum erreicht. Dadurch werden die amerikanischen Störstrahlungsbedingungen nach den FCC-Class-B-Regeln und auch die europäischen Vorschriften nach EN 55022B für die EMV eingehalten. Die Anschlusstechnik ist abhängig von dem Übertragungsmedium: Bei UTP-Kabeln findet der RJ45-Stecker Verwendung, bei STP-Kabeln der Sub-D-Stecker.

Die Grundidee von 100Base-TX basiert auf der Verwendung von FDDI PMD, wobei das CSMA/CD-Verfahren erhalten bleibt. Eingesetzt wird 100Base-TX u.a. in der Automation und der Automotive-Technik, so in BroadR-Reach und in Diagnostics over IP (DoIP).

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