Hall
hall
Hall ist reflektierter Schall, der den Raumeindruck erzeugt. Bei Hall werden viele Reflexionen mit unterschiedlichen Laufzeiten erzeugt, die in unregelmäßigen Zeitabständen gemeinsam mit dem Originalsignal gehört werden.
Hall wird synonym mit Nachhall benutzt und ist entscheidend für den Raumklang. Erst durch Hall können einzelne Schallquellen positioniert und besser wahrgenommen werden. Ein Orchester erfährt erst durch den Hall die räumliche Positionierung, die notwendige Trennung und Tiefe der Instrumente.
Die Beschaffenheit der reflektierenden Wände ist entscheidend für das Klangbild. Während glatte und harte Oberflächen den Schall mehr oder weniger komplett reflektieren, absorbieren strukturierte Oberflächen und weiche Materialien wie Stoffe oder Teppiche höhere Frequenzen überproportional. Mittlere und tiefe Frequenzen werden kaum absorbiert, so dass das Klangbild zu tieferen Frequenzen hin verschoben wird.
Wie der Schall nimmt auch der Hall proportional mit der Entfernung ab. Den zuerst reflektierten Schall nennt man Erstreflexion. Dieser wird wiederum in diffuseren Reflexionen an Wänden und Böden reflektiert und vermittelt dadurch den Raumeindruck, deshalb auch die Bezeichnung Diffus-Hall.
In den Anfängen der Audiotechnik wurde der Hall technisch mit Hallfedern erzeugt oder in Echoräumen. Bei der Hallfeder nutzte man die Verzögerung einer mechanischen Feder mit variablen Federlängenwegen um die Laufzeiten zu simulieren. Mit der Digitaltechnik lässt sich der Hall elektronisch realisieren. Bei dieser Technik werden bestimmte Reflexionspunkte simuliert.
Neben den genannten Halltechniken gibt es noch die Technik der Impulsfaltung. Bei dieser rechenintensiven Technik werden die Schnittmengen der Frequenzspektren zweier Signale miteinander kombiniert.
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