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Haas-Effekt

Haas effect

Beim Haas-Effekt geht es um die akustische Lokalisierung von Schallquellen, die in den drei Ebenen vorne, hinten und oben erfolgt. Der Haas-Effekt, benannt nach dessen Namensgeber und Entdecker, wird auch als "Gesetz der ersten Wellenfront" oder als Präzedenzeffekt bezeichnet. Es geht darum, dass man Schallquellen immer danach lokalisiert, aus welcher Richtung die erste Wellenfront auf das Gehör trifft.


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Zeitverzögerung bei der Lokalisierung von Schallquellen (Haas-Effekt)
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Die Ortung von Schallquellen erfolgt beim Menschen durch die Zweiohrigkeit. Entscheidend für die Lokalisierung des Schallortes ist der Laufzeitunterschied, den Schallsignale zwischen den beiden Ohren aufweisen. Liegt die Schallquelle in der Mitte vor dem Hörer, haben die Signale keine Laufzeitunterschiede, da beide Ohren den gleichen Abstand zur Schallquelle aufweisen. Trotzdem ist auch bei monophonem Schall eine Lokalisierung der Schallquelle möglich, weil bestimmte Frequenzbänder von der Ohrmuschel abgeschattet werden. Allerdings ist die Bestimmung des Schallortes weniger präzise als bei stereophoner Wiedergabe.

Bei der Lokalisierung spielt der Laufzeitunterschied zwischen beiden Ohren, der je nach Kopfdrehung zwischen 20 µs und 600 µs liegt, eine entscheidende Rolle, da das Gehirn die Zeit- und Pegelunterschiede analysiert und daraus den Einfallswinkel und die Entfernung des Schallortes ableitet.

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