Grenzflächenmikrofon

PZM (pressure zone microphone)

Grenzflächenmikrofone (PZM) umgehen die Schallreflektion von reflektierenden Wänden und Böden. Um den Einfluss von möglichen Interferenzen und Stehwellen so gering als möglich zu halten, sind die Mikrofonkapseln von Grenzflächen- oder Druckzonenmikrofonen in eine große, schallharte Fläche integriert, am besten in eine begrenzende Fläche wie eine Wand oder den Fußboden. Ein solches eingelassenes Mikrofon nimmt nur den Schalldruck auf, nicht aber die Schallschnelle.

Grenzflächen-Mikrofon von Audio Technica
Grenzflächen-Mikrofon von Audio Technica lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Da die Reflexionen an der Grenzflächenwand auftreten, in der die Mikrofon-Membran bündig eingelassen ist, werden sie nicht vom Mikrofon aufgenommen. Anders verhält es sich bei Mikrofonen, die vor eine Wand gestellt werden und die reflektierenden Schallwellen aufnehmen, was zu Interferenzen führt. Der vor dem Grenzflächenmikrofon entstehende Druckstau ist im Vergleich zum Schalldruck im freien Raum doppelt so groß, so dass sich die Empfindlichkeit des Grenzflächenmikrofons verdoppelt. Die Ausgangsspannung ist somit um +6 dB höher als bei konventionellen Mikrofonen. Grenzflächenmikrofone haben eine halbkugelförmige, frequenzneutrale Richtcharakteristik. Sie sind als Kondensator- oder manchmal auch als Elektretmikrofon ausgeführt.

Querverweise von Grenzflächenmikrofon nach:

 Keine Querverweise

Querverweise nach Grenzflächenmikrofon von:

 Keine Querverweise