Geradeausempfänger

direct detection receiver

Der Geradeausempfänger ist ein in den Anfangsjahren der Rundfunktechnik benutztes Schaltungskonzept bei dem der Empfangsfrequenzbereich über abstimmbare Filter selektiert und verstärkt wird. Um die Frequenzselektivität zu erhöhen, arbeiten Geradeausempfänger mit mehreren identischen und abstimmbaren Filtern.

Konzept des Geradeausempfängers mit mehreren hinter einander geschalteten abstimmbaren Verstärkern
Konzept des Geradeausempfängers mit mehreren hinter einander geschalteten abstimmbaren Verstärkern  lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Ein solcher Empfänger besteht aus mehreren hintereinander geschalteten HF-Verstärkern, die alle auf die gleiche Empfangsfrequenz abgestimmt sind. Da abstimmbare Filter eine wesentlich geringere Güte aufweisen als Filter mit Festfrequenz, kann die Selektivität und die Nachbarkanalunterdrückung nur durch eine Hintereinanderschaltung von mehreren HF-Verstärkern erhöht werden. Den HF-Verstärkern nachgeschaltet ist der Demodulator, der das modulierte Signal demoduliert und es den NF-Verstärkern zuführt.

Das Prinzip des Geradeausempfängers wird in Festfrequenzempfängern eingesetzt, nicht aber in abstimmbaren Empfängern. Die Nachteile des abstimmbaren Geradeausempfängers wie die unzulängliche Selektivität, die sich mit der Frequenz verändernde Bandpass-Charakteristik oder die geringe Konstanz der variablen Abstimmung werden durch das Superheterodyne-Prinzip vermieden.

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