Gateway-Protokoll
gateway protocol
Gateway-Protokolle dienen der Verbindung von Netzwerken mit unterschiedlicher Struktur oder Vermittlungstechnik, so beispielsweise für die Verbindung von klassischen, leitungsvermittelten Fernsprechnetzen mit paketorientierten IP-Netzen. Die Gateway-Protokolle steuern die Edge-Gateways im Master-Slave-Betrieb vom Softswitch aus. Der Softsitch bildet dabei den Master und die am Rand des Netzwerks liegenden Gateways sind die Slaves.
Die Aktivitäten für die Media Control Protocols begannen 1998 mit der Entwicklung des SGCP-Protokolls durch Telcordia, das die Funktionen eines Class-5-Switches nachbildeten. Als Erweiterung zu SGCP entwickelte Level 3 das IGCP-Protokoll. Die IETF übernahm aus beiden Protokollen die wichtigsten Eigenschaften und entwickelte daraus Media Gateway Control Protocol (MGCP), das sowohl Video als auch Telefonie unterstützte und für die Steuerfunktionen ASCII benutzte. Das MGCP-Protokoll eignet sich für nichtintelligente Endgeräte und Gateways. Später stieg dann Lucent mit dem MDCP-Protokoll ein und die ITU übernahm aus MDCP und MGCP die besten Eigenschaften, die sie in H.GCP vereinte.
Um einige der Probleme mit MGCP zu beheben, hat die IETF noch Megaco entwickelt. Megaco geht davon aus, dass es sich bei den Endeinrichtungen um nichtintelligente Geräte handelt. Es ersetzt die Gatekeeper-Funktion von H.323, unterstützt Zeitmultiplex (TDM), ATM und das IP-Protokoll.
1999 kamen die IETF und die ITU darin überein nur an einem einzigen Protokoll weiter zu arbeiten, was zum Megaco/H.248 führte.
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