Galileo

Galileo

Das von der Europäischen Union (EU) initiierte Satelliten-Navigationssystem Galileo ist das Pendant zum US-amerikanischen Global Positioning System (GPS). Es wird von der europäischen Raumfahrtagentur ESA geleitet und soll 2013 in Betrieb gehen.

Galileo-System mit drei Satellitenbahnen, Grafik: ESA
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Galileo ist genauer als das GPS-System und zielt primär auf zivile Anwendungen ab, außerdem stellt es mehr Dienste zur Verfügung. Entsprechend den vielseitigen Einsatzgebieten, bietet Galileo fünf unterschiedliche Dienste: den Basisdienst, den kommerziellen, sicherheitskritischen und den öffentlich regulierten Dienst sowie den Such- und Rettungsdienst.

Dienste des Galileo-Navigationssystems
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  • Der offene Dienst oder Basisdienst (OS) übermittelt Zeit- und Positionssignale mit einer Genauigkeit von 15 m. Dieser kostenlose Dienst kann beispielsweise für Fahrzeugleitsysteme eingesetzt werden.
  • Im kommerziellen Dienst, dem Commercial Service (CS), der sich durch eine Genauigkeit von etwa 1 m auszeichnet, wird der Empfang auch in Schattenbereichen von Gebäuden oder Bergen garantiert.
  • Der sicherheitskritische Dienst (SoL) ist speziell für die Funktionsüberwachung von Luft-, Schienen- und Schiffsverkehr gedacht.
  • Beim öffentlich regulierten Dienst, dem Public Regulated Service (PRS), der eine lokale Auflösung von 1 m hat und eine Verfügbarkeit von bis zu 99,9 %, werden die Signale verschlüsselt und sind gegen Störungen gesichert. Dieser Dienst ist für öffentliche Sicherheitseinrichtungen wie Polizei, Grenzschutz und Militär vorgesehen.
  • Der Such- und Rettungsdienst (SAR) ist für Rettungseinsätze vorgesehen, bei denen die Signale der Hilfesuchenden als Koordinaten an die Rettungsdienste übermittelt werden.

Kenndaten von Galileo
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Galileo arbeitet mit 30 MEO-Satelliten, von denen 3 als Reserve-Satelliten dienen, die auf drei kreisförmigen Satellitenbahnen in einer Höhe von 23.616 km die Erde umkreisen.

Galileo sendet zehn Navigationssignale in drei Frequenzbändern.

  • Band 1 für das Downlink liegt zwischen 1,164 GHz und 1,215 GHz,
  • Band 2 zwischen 1,260 GHz und 1,300 GHz und
  • Band 3 zwischen 1,559 GHz und 1,593 GHz.

Die Frequenzbänder wurden von der ITU festgelegt. Das unterste Frequenzband ist den Radio Navigation Satellite Services (RNSS) zugeordnet. Die Datenraten sind dienst- und modulationsabhängig und liegen zwischen 50 bit/s und maximal 1.000 bit/s beim kommerziellen Dienst mit BPSK.

Außerdem ist Galileo interoperabel zum GPS-System und Glonass, wodurch auch bei ungünstigsten Galileo-Empfangsbedingungen immer noch genügend Navigationssignale von den beiden anderen Navigationssystemen empfangen werden können.

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