FMIP (fast handovers for mobile IP)
Mit der erhöhten Mobilität der Endgeräte erhöhen sich auch die Anforderungen an die Geschwindigkeit mit der mobile Endgeräte, Mobile Nodes (MN), das Handover in WLANs tätigen. Bei IP-Netzen wird die Mobilität der Endgeräte durch die vom IETF spezifizierte Mobile-IP (MIP) abgewickelt. Da in mobilen Endgeräten zunehmend mit multimedialen Diensten und in Echtzeit gearbeitet wird, spielt die Zeitverzögerung durch die Latenzzeit beim Handover oder Roaming eine entscheidende Rolle. Man denke nur an die Internettelefonie mit VoIP. Mobile Endgeräte müssen unterbrechungsfrei von einer Funkzelle in die nächste wechseln können.
Für diese Anwendungen hat das IETF Fast Handover for Mobile IPv6 (FMIP) für WANs und UMTS spezifiziert und im RFC 4068 publiziert. Mit FMIP wird ein Protokoll für die Reduzierung von Verzögerungszeiten und das Verhindern von Paketverlusten bei Mobile-IP, basierend auf IPv4 und IPv6, beschrieben.
Beim WLAN-Handover und WLAN-Roaming unterscheidet man, ob sich das mobile Endgerät in Funkzelle bewegt, die dem gleichen Subnetz angehören oder verschiedenen. Im ersten Fall ist es ein Handover auf der Sicherungsschicht, das mit dem Inter Access Point Protocol (IAPP) durchgeführt wird, bei unterschiedlichen IP-Subnetzen wird das Roaming dagegen in der Vermittlungsschicht realisiert, was allerdings ein vorheriges Handover auf der Sicherungsschicht einschließt. Beim Wechsel zu einem anderen Access Point (AP) kommt Mobile-IP (MIP) zum Einsatz.



