European installation bus
EIB (Europäischer Installationsbus)
Die europäische Union hat mit dem europäischen Installationsbus (EIB) einen Standard für die Gebäudeautomation und das Gebäudemanagement festgelegt. Der Standard ist für Wohn- und Zweckbauten und soll die vorhandenen herstellereigenen Bussysteme ersetzen und einbinden.
Der EIB-Bus ist ein Bussystem, das alle Sensoren und Aktoren in Gebäuden miteinander verbindet und über das die Steuersignale für diese Komponenten betrieben werden. Im einzelnen handelt es sich bei den Sensoren um Bewegungsmelder, Temperaturfühler, Brandmelder, Windstärkemesser, Lichtmesser usw., bei den Aktoren primär um Motore und Schalter.
Das EIB-Konzept nutzt für die Sensor- und Steuersignale ein separates UTP-Kabel der Kategorie 5 und ein spezielles Protokoll. Die Steuerspannung für die Sensoren und Aktoren läuft über das UTP-Kabel. Lassen die bautechnischen Voraussetzungen eine separate Verkabelung nicht mehr zu, bieten sich als Alternativen Powerline an, sowie eine Funk- oder Infrarot-Verbindung.
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Spezifikationen des EIB-Busses ![]() |
Die Struktur der EIB-Verkabelung kann in Bus-, Stern-, Linien- oder Baumtopologie erfolgen. Die einzelnen Linien werden über Linienkoppler, die sich in den Verteilerkästen befinden, mit einander verbunden. An einer Linie sind Sensoren und Aktoren gleichermaßen angeschlossen, die über das IP-Protokoll mit so genannten Telegrammen, das sind die von der Datenkommunikation her bekannten Datagramme, versorgt werden. Die Telegramme enthalten eine Nutzdateninformation von 8 Bit. Insgesamt kann eine solche Konstellation aus 15 Bereichen und 15 Linien mit jeweils 256 Stationen bestehen. Dementsprechend benutzen die Stationen für die Adressierung Dotted Decimal Notation Bereich.Linie.Station, Beispiel: 12.4.122. Bereich 12, Linie 4, Station 122.
Die Datenrate beträgt bei der Übertragung über UTP-Kabel 9,6 kbit/s. Die Öffnung nach Außen erfolgt über das IP-Protokoll, damit das Gebäude- und Facility-Management auch von ausgelagerten Standorten aus über Festnetze und Mobilfunknetze erfolgen kann. Alle Diagnosevorgänge und Fehlermeldungen können von dann von einer Zentrale aus dezentral gesteuert werden. Diese zentrale Leitstelle nimmt alle Störmeldungen, Warnhinweise und Alarme entgegen und kann darauf entsprechend reagieren.
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