European geostationary overlay service
EGNOS (EGNOS-System)
EGNOS (European Geostationary Overlay Service) ist ein von den Europäern initiiertes Navigationssystem mit dem die Ortungsgenauigkeit des GPS-Systems auf weinige Meter erhöht wird. Das Egnos-System arbeitet mit drei geostationären Satelliten, die, ebenso wie die 34 Empfangsstationen, den so genannten Ranging and Integrity Monitor Station (RIMS), Korrektursignale für den GPS-Empfang errechnen. Diese Korrektursignale beziehen sich auf die Schwankungen in den GPS-Satellitenbahnen und Störungen der Ionosphäre, die die Ortungsgenauigkeit beeinträchtigen. Die berechneten Korrektursignale werden von GEO-Satelliten wie Inmarsat auf der GPS-Frequenz L1 mit 1.575,42 MHz abgestrahlt.
Das von den Europäern entwickelte und von der European Space Agency (ESA) betriebene Egnos-System gehört zu den SBAS-Systemen und ist vergleichbar dem von den Amerikanern entwickelten WAAS-System und dem von den Asiaten entwickelten MSAS-System. Die drei geostationären Satelliten des Egnos-Systems, Inmarsat AOR-E, Artemis und Inmarsat IOR-W, sind auf den Längsgraden 15,5° West, 21,3° East und 65,5° East positioniert und decken den europäischen und afrikanischen Kontinent ab.
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Die Egnos-Signale können mit entsprechenden Empfängern in der Luft, auf dem Land und zu Wasser empfangen und zivil genutzt werden. Die Ortungsgenauigkeit liegt bei etwa 1 m bis 3 m im Gegensatz zur GPS-Genauigkeit von etwa 15 m.
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