EuroDOCSIS
Die Spezifikationen der europäischen Kabelnetze weichen von denen der US-amerikanischen ab. Daher wurden 1998 Spezifikationen für europäische Kabelnetze, die so genannten EuroDOCSIS, vorgestellt.
So hat beispielsweise EuroDOCSIS eine Bandbreite von 8 MHz im Downstream-Kanal, gegenüber den 6 MHz im amerikanischen DOCSIS. Alle Unterschiede von EuroDOCSIS beziehen sich ausschließlich auf die physikalische Schicht des OSI-Referenzmodells, alle anderen Schichten, speziell der MAC-Layer, bleiben unverändert.
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DOCSIS-Protokollschichten in Bezug auf das OSI-Schichtenmodell ![]() |
Ausgehend von der Bandbreite von 8 MHz im Downstream, können mit einer QAM64-Modulation Übertragungsraten von 38 Mbit/s erreicht werden, mit QAM256 sogar 52 Mbit/s. Im Upstream kann mit QPSK gearbeitet werden und je nach gewählter Bandbreite werden Übertragungsraten zwischen 320 kbit/s und 5,120 Mbit/s erreicht. Bei QAM16-Modulation im Upstream verdoppeln sich die angegebenen Werte. Diese Up- und Downstreambandbreiten stehen an einem Knotenpunkt zur Verfügung und werden zwischen den Teilnehmern aufgeteilt.
Die Frequenzbereiche von EuroDOCSIS liegen im Downstream-Bereich zwischen 100 MHz und 862 MHz und im Upstream-Bereich zwischen 5 MHz und 65 MHz. Als Protokoll wird ein Minislot mit variabler Länge verwendet; die Sicherheit ist durch eine DES-Verschlüsselung gewährleistet.
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Vergleich der Spezifikationen von EuroDOCSIS und DVB-RCC ![]() |
Wird über DOCSIS-Netze paketorientierte Sprachkommunikation als Voice over Cable (VoCable) betrieben, so müssen entsprechende Konfigurationen durch verschiedene Netzkomponenten unterstützt werden. Zu den Funktionalitäten dieser Komponenten gehören der Anschluss des Telefons, das unmittelbar an den Media Terminal Adapter (MTA) angeschlossen wird, der wiederum mit dem Kabelmodem (CM) verbunden ist. Dieses kommuniziert mit dem Headend, an dem sich das Cable Modem Terminal System (CMTS) befindet, das an das IP-Netz angeschlossen ist. Die Dienstgüte der Sprachkommunikation handelt der Call Management Server (CMS) aus; die Verbindungssteuerung, -überwachung und -registrierung übernehmen der Gate Controller (GC) und der Record Keeping Server (RKS). DOCSIS ist in den ITU-Empfehlungen J.112 beschrieben, die Rahmenstruktur in J.83A.
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