Durchschlagsfestigkeit

dielectric strength

Übersteigt die durch elektrische Felder verursachte Feldstärke zwei Elektroden einen bestimmten Wert, so findet zwischen diesen ein Ladungsausgleich statt. Dieser kündigt sich durch Ionisation an und mündet in einem elektrischen Funken.

Der Ladungsausgleich und die damit in Zusammenhang stehende Feldstärke sind abhängig von der Art und dem Abstand der beiden Leiter, bei denen es sich um leitende Elektroden handelt, um spitze, flächige oder runde Elektroden. An spitzen Leitern kommt es früher zu einem Ladungsausgleich, weil sich die Feldlinien an den Spitzen konzentrieren. Ebenso steigen die elektrischen Felder an, wenn der Abstand zwischen den Leitern verringert wird.

Ein solcher Ladungsausgleich kann durch nichtleitende und isolierende Materialien, die zwischen den beiden Elektroden eingefügt werden, verhindert werden. Mit solchen isolierenden Materialien kann man die Feldstärke erhöhen ohne, dass ein Ladungsausgleich stattfindet. Die Eigenschaft die solche Materialien auszeichnet ist deren Durchschlagsfestigkeit. Je nach Material liegt diese zwischen 3,3 kV/mm für Luft und steigt bei Porzellan auf 20 kV/mm, bei Polyvinylchlorid (PVC) auf 50 kV/mm und bei Polystyrol (PS) auf 10 kV/mm.

Wichtig ist die Durchschlagsfestigkeit überall dort, wo höhere Spannung transformiert und übertragen werden. In Transformatoren, Kondensatoren, im Überspannungsableiter, bei Hochspannungsleitungen uva.

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