Dual-Slope-Verfahren
dual slope methode
Für die Digitalisierung von analogen Signalen gibt es mehrere Verfahren, die sich in der Wandlungsgeschwindigkeit und der Auflösung unterscheiden. Das Dual-Slope-Verfahren gehört zu den langsameren Verfahren der A/D-Wandler. Bei diesem Verfahren wird ein Kondensator während einer konstanten Integrationszeit von der analogen Eingangsspannung aufgeladen. Die Ladung des Kondensators steht damit in einem festen Verhältnis zur Eingangsspannung. Nach Abschluss der Integrationszeit wird eine Gegenspannung an den Integrator gelegt, die diesen zeitproportional bis auf Null Volt entlädt. Hat der Kondensator eine hohe Spannung, ist die Entladezeit länger, bei einer geringeren Spannung ist sie kürzer.
Die Entladezeit ist also ein Maß für die Eingangsspannung. Während der Entladezeit werden Taktimpulse zu einer GLUE-Logik mit Zähler geleitet, der sie zählt und daraus den Wert für die Eingangsspannung ableitet.
A/D-Wandler, die nach dem Dual-Slope-Verfahren arbeiten, sind relativ langsam und werden in Digitalmultimetern eingesetzt. Ihre Genauigkeit liegt bei 10exp-4.
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