Digital Equipment Corporations proprietary network architecture
DECnet (DECnet-Architektur)
DECnet ist die Bezeichnung der Netzwerkarchitektur der Digital Equipment Corporation (DEC).
![]() |
Die verschiedenen Phasen von DNA ![]() |
Die Entwicklung begann 1975 und umfasst bisher fünf Phasen. Jede Phase erweitert die Dienste der vorhergehenden, wobei die Produkte der verschiedenen Phasen kompatibel sind. Auffallendste Merkmale der Phase III sind die X.25-Schnittstelle und die erweiterten Routing-Mechanismen, während bei Phase IV das IBM-SNA-Gateway und die Integration des Ethernet in Basisband- und Breitbandversion besonders auffallen.
![]() |
DECnet-Protokolle der Phase IV im OSI-Referenzmodell ![]() |
Phase V soll die Integration von DNA und Open Systems Interconnection (OSI) erreichen. Dabei sollen OSI-Protokolle und DECnet-Protokolle gleichberechtigt nebeneinander stehen.
Bislang ist Phase V jedoch lediglich ein Plan, so dass hier zunächst auf Phase-IV-Netze eingegangen wird.
Ein DECnet der Phase IV kann bis zu 64 000 Knoten umfassen (Phase II bis zu 255), wobei größere Netze in Areas von jeweils bis zu 1023 Knoten unterteilt werden. Der Begriff »Knoten« dient hier als Sammelbegriff für alle netzwerkadressierbaren Komponenten, die Netzwerkinformationen senden, empfangen und verarbeiten können. Dazu gehören DECnet, Router, Server, DECnet / SNA-Gateway sowie verschiedene Digital-Rechner unter beliebigen Betriebssystemen zusammen mit den jeweils erforderlichen Netzwerkkomponenten.
Neben DEC-Anlagen können auch PCs mit der entsprechenden Software Knoten im DECnet werden.
![]() |
DECnet-Protokolle der Phase V im OSI-Referenzmodell ![]() |
Die Fremdsystem-Öffnung von DNA / DECnet geht in den nächsten Jahren noch erheblich weiter in Richtung ISO-OSI.
Die PC-Einbindung im DECnet heißt PCSA und orientiert sich funktional am LAN-Manager von Microsoft. Eine weitere Kommunikationsalternative stellen die TCP/IP-Protokolle dar, die in Phase V ebenfalls integriert werden sollen.
Die DECnet-Software ist funktional entsprechend folgenden Schichten angeordnet.
User Layer: Diese Schicht umfasst benutzergeschriebene Programme, Benutzer-Level-Services, die auf das Netzwerk zugreifen, Netzwerk-Services, die unmittelbar Benutzer- und Anwendungs-Aufgaben unterstützen, sowie das globale System-Management.
Network Management Layer: Diese Schicht umfasst die Funktionen, die von Netzwerk-Managern und Operateuren zur Planung, Kontrolle und Wartung eines Netzwerks benutzt werden.
Network Application Layer: Hier werden Dienste für die beiden höheren Schichten bereitgestellt. Die wichtigsten DECnet-Funktionen, die momentan für diese Schicht realisiert sind, sind: Remote File Access, Filetransfer, Remote Terminal Capability, Zugriff zu X.25-Verbindungen unter Benutzung des Paketnet System Interface PSI oder des X.25 / X.29-Ergänzungspaketes sowie der Zugriff zu SNA-Gateways.
Session Control Layer: Diese Schicht definiert systemabhängige Aspekte der Prozess-Prozess-Kommunikation.
End to End Communication Layer: Die hier ansässige Software behandelt die systemunabhängigen Aspekte der Kommunikation.
Routing Layer: Diese Schicht definiert Software, die in der Lage ist, einen optimalen Weg zwischen zwei Knoten unter Berücksichtigung gewisser Randbedingungen zu bestimmen.
Data Link Layer: Module in dieser Schicht definieren einen Mechanismus für die Errichtung von möglichst fehlerfreien Kommunikationswegen zwischen zusammenhängenden Knoten, wobei diese durch eine X.25-Verbindung oder eine Digital Data Communications Message Protocol (DDCMP)-Verbindung miteinander kommunizieren können.
Physical Layer: Definiert die Art und Weise, in der Gerätetreiber und Kommunikationshardware implementiert werden sollten, um Daten über ein Übertragungsmedium zu schaffen.
Querverweise von Digital Equipment Corporations proprietary network architecture nach:
Querverweise nach Digital Equipment Corporations proprietary network architecture von:

IT-Wissen Blogs
04.07.08, IT-Sicherheit

E-Book der Woche

IT-Jobs

Interessante Artikel

Weitere Informationen

















