.NET

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.NET ist die Anwendungsplattform von Microsoft für das Erstellen und Ausführen von Webservices und Web-Anwendungen. Der Web Application Server wurde für Windows entwickelt und umfasst eine Sammlung von Programmierschnittstellen (API) für Entwickler und eine Runtime-Umgebung. .NET basiert auf offenen Standards, wie HTTP und der Extensible Markup Language (XML), ist hersteller- und plattformunabhängig und bietet dadurch eine uneingeschränkte Kommunikation über das Internet. Das Microsoft-Konzept geht von einer wesentlichen Anpassung des Internet an den Anwender aus. Dabei werden die Anwendungen benutzerspezifisch ausgerichtet. Der Zugriff auf E-Mails, auf den persönlichen Terminkalender oder auf wichtige Unternehmensdaten wird erleichtert.

Die Historie von .NET.

Die erste Vorversion von .NET erschien 2000, zwei Jahre später folgte .NET 1.0 mit einer Entwicklungsumgebung und Visual Studio .NET 2002. .NET wird in unterschiedlichen Varianten angeboten, und zwar als Runtime-Umgebung mit den erforderlichen Base Class Libraries (BCL), als kostenfreies Software Development Kit (SDK) für Entwickler und als Microsoft Visual Studio .NET. Einsteiger und Studenten erhalten eine kostenlose Version der Microsoft Visual Studio Express Editions, allerdings mit Einschränkungen gegenüber den kommerziellen Standard- und Professional-Varianten.

Seit Januar 2008 steht der Quelltext für große Teile des Framework steht unabhängigen Entwicklern zum Debugging zur Verfügung. Im November 2009 gab Microsoft das im September 2006 vorgestellte .NET Micro Framework 4.0 zur Programmierung von Kompaktgeräten mit niedrigen Leistungs-Parametern als Open-Source unter Apache 2.0 frei.

Statt eines Maschinencodes, der sich direkt vom Betriebssystem ausführen lässt, produziert der Compiler von .NET aus jeder Programmiersprache die Zwischensprache Common Intermediate Language (CIL) für die virtuelle Maschine der Common Language Runtime (CLR). Über einen JIT-Compiler, der ein Bestandteil der CLR ist, wird der Zwischencode in Maschinencode umgesetzt und vom Prozessor abgearbeitet. Durch den Zugriff auf Funktionen des Betriebssystems lassen sich Anwendungen für unterschiedlichen Gerätetypen, darunter auch Mobiltelefone oder PDAs, entwickeln. Die wesentlichen Komponenten sind das Common Language Runtime (CLR), eine Base Class Library (BCL) und eine Reihe von Tools. Software, die mithilfe der CLR läuft, wird als "Managed" bezeichnet. Ältere COM-Programme lassen sich mit .NET-Kapseln (Wrappers) der Interop-Technik wie .NET-Features ausführen.

Plattform für mehrere Programmiersprachen.

Die .NET-Plattform eignet sich zur Entwicklung mit mehreren Programmiersprachen, darunter Visual Basic, Visual C++ oder Delphi. Komplexe .NET-Projekte lassen sich daher aus unterschiedlichen Sprachen zusammenfügen. Konzeptionell besteht .NET aus den vier Komponenten Frameworks and Tools, Building Block Services, Enterprise Servers und Mobile Devices.

Die vier Bereiche der .NET-Plattform
Die vier Bereiche der .NET-Plattform lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Das XML-basierte .NET-Framework ist für die einzelnen Anwendungen zuständig und regelt den Zugriff auf Dateien. Außerdem stellt es die Benutzeroberfläche und die Web-Technologien zur Verfügung. In dem Framework bietet ein Webservice-Layer mit der Common Language Runtime (CLR) erweiterte Sprachunterstützung und kann Programme in mehreren Sprachen ausführen. Des Weiteren umfasst das .NET-Framework ASP.NET, eine Klassenbibliothek, die Framework Class Library (FCL), den .NET Languages Including C-Sharp (C#) und den Visual Studio.NET.

Die Building Blocks Services unterstützen ständig verfügbare Internet-Dienste, Code-Updates und Suchdienste und mit den Mobile Devices können Anwendungen auf Handys, Smartphones und PDAs laufen.

.NET unterstützt verschiedene Programmiersprachen, wodurch es für übergreifende Plattformanwendungen eingesetzt werden kann. Alle .NET-Sprachen müssen der Common Language Specifications (CLS) entsprechen. Microsoft bietet mit Visual Basic.NET, Visual C#.NET, Visual C++.NET und Jscrict.NET mehrere .NET-Programmiersprachen.

Da bei der Umsetzung von .NET auf eine hohe Ausführungsgeschwindigkeit geachtet wurde, eignen sich die Programme auch für CAD-Systeme, Animationsprogramme oder Computerspiele. Mit dem für 2010 angekündigten .NET Framework 4.0, das zusammen mit der Entwicklungs-Umgebung Visual Studio 2010 auf den Markt kommen soll, ist auch die Unterstützung von Systemen mit Mehrkernprozessoren zu erwarten.

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