D-Cinema

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Die Digital Cinema Initiative (DCI) erarbeitet einen Standard für das digitale Kino, D-Cinema. Der DCI-Standard schließt die komplette Vertriebs- und Projektionstechnik mit ein und spezifiziert Datenformate und Projektionstechniken für das D-Cinema.

Darstellformate im Bildseitenverhältnis 16:9
Darstellformate im Bildseitenverhältnis 16:9 lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Zentrale Komponenten des DCI-Standards ist das Digital Cinema Package (DCP), ein Container, der die Bild-, Ton- und Untertitel-Daten enthält. Durch das Container-Konzept kann der DCI-Standard auch für andere Inhalte benutzt werden. Spezifiziert werden die Auflösung von 2 K und 4 K für die horizontale Richtung. Die maximalen Auflösungen liegen bei 2.048 x 1.080 und 4.096 x 2.160 Bildpunkten. Diese Werte sind so bemessen, dass alle Bildformate, der Breitwandfilm mit einem Bildformat von 1,85:1, ebenso wie Panavision und Cinemascope mit 2,35:1, dargestellt werden können. Breitwand wird mit 3.006 x 2.160 Pixeln und Panavision mit 4.096 x 1.730 Pixeln dargestellt. Auch HDTV mit einem Bildseitenverhältnis von 16:9 ist mit 1.920 x 1.080 Pixeln darstellbar.

Sichtbare Zeilen von Fernsehbildern bei verschiedenen Bildformaten
Sichtbare Zeilen von Fernsehbildern bei verschiedenen Bildformaten lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Der Vergleich mit der klassischen analogen Filmtechnik zeigt, dass die Auflösung der 4K-Spezifikation mit acht Millionen Bildpunkten doppelt so hoch ist wie die der klassischen Technik; die Bildwiederholfrequenz hingegen mit 24 Hz bei beiden Systemen gleich ist. Aus diesen Werten errechnet sich bei einer Bildauflösung von 24 Bit eine unkomprimierte Datenrate von 5,07 Gbit/s. Für die Kompression der Bilddaten hat sich die Digital Cinema Initiative (DCI) für Motion JPEG 2000 entschieden. Die Daten werden im MXF-Dateiformat in Containern abgelegt.

Die SMPTE hat die SDI-Schnittstelle für die serielle Übertragung dieser Datenströme mit einer Datenrate von 2,97 Gbit/s spezifiziert.

Beim Ton werden alle 16 Tonkanäle einzeln und unkomprimiert mit 24 Bit im Broadcast Wave Format (BWF) gespeichert, das auf dem WAV-Dateiformat basiert. Die ersten sechs Kanäle können für Surround-Klang nach 5.1 benutzt werden, mit zwei weiteren kann Sony Dynamic Digital Sound (SDDS) abgestrahlt werden.

Besondere Maßnahmen sind im DCI-Standard dem Schutz vor unberechtigtem Zugriff gewidmet. Dazu gehört auch die AES-Verschlüsselung der Daten und das TLS-Protokoll für eine sichere Datenübertragung.

Mit UHDTV gibt es eine weitere Cinema-Technik mit einer Bildauflösung von 7.680 X 4.320 Pixeln.

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