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Cut-Through-Verfahren

cut through

Um in Schaltnetzwerken die durch den Vermittlungsvorgang bedingte Übertragungsverzögerung möglichst gering zu halten, wird beim Cut-Through-Verfahren nicht auf das Eintreffen des vollständigen Datenpaketes gewartet. Bereits nach Auswertung der ersten, die MAC-Adresse enthaltenden Bytes, wird der Datenstrom über das Schaltnetzwerk auf den entsprechenden Ausgangsport weitergeleitet.


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Cut-Through-Switches werten nur die Zieladressen aus, bestimmen aufgrund ihrer internen Adresstabelle den entsprechenden Ausgangsport und leiten das Datenpaket ohne Fehlerkorrektur weiter. Dadurch wird mit dem Cut-Through-Verfahren eine äußerst geringe Latenzzeit erreicht. Allerdings können beschädigte Datenfragmente weitergeleitet werden, die später von Layer-2-Switches aussortiert werden.

Je nach Netzwerk und Übertragungsrate liegen die Latenzzeiten bei einigen hundert Nanosekunden und darunter. Die eigentlichen Schaltzeitverzögerungen können nur wenige Nanosekunden betragen, wie bei 10-GbE-Switches.

Eine Variante des Cut-Through-Verfahrens ist das fehlerfreie Cut-Through-Verfahren, Error Free Cut-Through. Bei diesem Verfahren kopiert der Switch das weitergeleitete Datenpaket und berechnet dessen Prüfsumme. Fehlerhafte Prüfsummen werden gezählt und bei Überschreiten eines gewissen Grenzwertes schaltet der Switch in das fehlerfreie Store-and-Forward-Verfahren. Erst wenn die Fehlerrate wieder sinkt erfolgt eine Rückschaltugn in das schnellere Cut Through.

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